Die deutsche Hospitality-Branche zerlegt sich selbst
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Code der Woche
Liebe Insider,
der Code der Woche heisst REVO. Diese 4 Buchstaben bereiten vielen Menschen seit vergangenem Freitag Sorgen; sie schüren deren Emotionen und dabei warten sie auf positive Signale oder zumindest auf Informationen. Vor genau einer Woche hat der grösste deutsche und pan-europäische Hotelbetreiber Revo Hospitality eine Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Die Telefone (nicht eMails!) liefen heiss, habe ich von fast allen Gesprächspartnern diese Woche gehört. Von Infos seitens Revo aber keine Spur.
Es sind noch wenige Fakten, die wir diese Woche sammeln konnten bzw. veröffentlichen können. Wichtiger ist momentan, ein Bashing der gesamten Hospitality-Branche zu vermeiden. In unserem Artikel appelliert auch die Hotour an den Markt, ruhig und geduldig zu bleiben. Die Aufarbeitung der 140 betroffenen Gesellschaften könnte sich noch bis in den Herbst oder gar Winter hinziehen. Sie beginnt nämlich erst am 1. April, nach der aktuellen, dreimonatigen "Vor-Insolvenz-Phase". Wir haben zudem mit der Napp Group (R+V) über Miet- und Pacht-Bürgschaften gesprochen.
Die Revo-Story war und ist nicht transparent, sie ist komplex und chaotisch. Aber alle dürfen aus Fehlern lernen. HospitalityInside wird deshalb diese grosse Insolvenz wie auch das Verhalten anderer Stakeholder in den nächsten Wochen Schritt für Schritt hinterfragen. Dieses Desaster ist ein willkommener Anlass, die Branche mit sich selbst zu konfrontieren. Schreiben Sie mir doch Ihre Revo-Story oder Ihre Reflexion zur Branche.
