Die deutsche Hospitality-Branche zerlegt sich selbst

Die deutsche Hospitality-Branche zerlegt sich selbst

Maria Pütz-Willems

Liebe Insider,


wir müssen reden. Die Branche muss miteinander reden nach der Revo-Insolvenz (in Eigenverwaltung), sie muss sich ehrlich machen, "nackisch" machen. Warum? Die deutsche Hospitality-Branche zerlegt sich derzeit selbst: "Betreiber-Insolvenzen sind das kollektive Versagen von Asset-Eigentümern, Banken und Brands." Alle Stakeholder sitzen im gleichen wackeligen Kartenhaus – und stürzen zusammen in den Abgrund. Sie sind profitzentriert, skalieren aggressiv und agieren ohne gesteuerte Daten. 


Den strukturellen Systemfehler analysiert Tigran Manvelyan heute messerscharf durch mathematische Logik. Er ist 28, studierte KI, bricht KI-gestützt die Datensilos der Hotellerie auf und sieht die toxischen Strukturen des Betreiber-Modells. Erst lesen, dann reden! Wir recherchieren derweil weiter. Alles braucht Zeit, erst recht im komplexen Fall von Revo Hospitality.


Umso positiver wirkt die Prognose 2026 für die Hospitality-Branche in ganz Europa. Der Sektor befindet sich bereits "im neuen Zyklus" dank neuer Wertschöpfungs-Elemente, die heissen: Einnahmen, operative Performance und Asset-Qualität. Und auch weltweit verspricht UN Tourism anhaltende Touristenströme. 2025 reisten 60 Millionen Touristen mehr als im Vorjahr. Schaut man sich die Zahlen 2025 der Global Hotel Alliance an, staunt man ebenso über Reise- und Ausgaben-Laune. 

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Code der Woche

Code der Woche

28.1.2026

Liebe Insider,


der Code der Woche heisst REVO. Diese 4 Buchstaben bereiten vielen Menschen seit vergangenem Freitag Sorgen; sie schüren deren Emotionen und dabei warten sie auf positive Signale oder zumindest auf Informationen. Vor genau einer Woche hat der grösste deutsche und pan-europäische Hotelbetreiber Revo Hospitality eine Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Die Telefone (nicht eMails!) liefen heiss, habe ich von fast allen Gesprächspartnern diese Woche gehört. Von Infos seitens Revo aber keine Spur.


Es sind noch wenige Fakten, die wir diese Woche sammeln konnten bzw. veröffentlichen können. Wichtiger ist momentan, ein Bashing der gesamten Hospitality-Branche zu vermeiden. In unserem Artikel appelliert auch die Hotour an den Markt, ruhig und geduldig zu bleiben. Die Aufarbeitung der 140 betroffenen Gesellschaften könnte sich noch bis in den Herbst oder gar Winter hinziehen. Sie beginnt nämlich erst am 1. April, nach der aktuellen, dreimonatigen "Vor-Insolvenz-Phase". Wir haben zudem mit der Napp Group (R+V) über Miet- und Pacht-Bürgschaften gesprochen. 


Die Revo-Story war und ist nicht transparent, sie ist komplex und chaotisch. Aber alle dürfen aus Fehlern lernen. HospitalityInside wird deshalb diese grosse Insolvenz wie auch das Verhalten anderer Stakeholder in den nächsten Wochen Schritt für Schritt hinterfragen. Dieses Desaster ist ein willkommener Anlass, die Branche mit sich selbst zu konfrontieren. Schreiben Sie mir doch Ihre Revo-Story oder Ihre Reflexion zur Branche.

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