Heiss und kalt: Kempinski, Amedia, Revo, Assets, Tech und Schnee

Heiss und kalt: Kempinski, Amedia, Revo, Assets, Tech und Schnee

Maria Pütz-Willems

Liebe Insider,


die Kempinski-Aufsichtsräte haben seit Montag in Calls und Meetings ihren Mitarbeitern, GMs und Hotel-Eigentümern mitgeteilt, dass CEO Barbara Muckermann nicht mehr da ist. Bis zu unserem Redaktionsschluss gestern abend gab es immer noch keine offizielle Kommunikation. Kein Kommentar ist auch ein Kommentar. Sowohl die Shareholder aus Bahrain wie auch die Aufsichtsräte haben offenbar keinen Plan. Dazu fällt mir ein alter deutscher Spruch ein: Eigentum verpflichtet! Das bedeutet, man hat eine hohe Verantwortung gegenüber Partnern und Mitarbeitern. Ich habe noch ein paar Beobachtungen niedergeschrieben.


"Keine Garantie für Garantien" lautet die Überschrift unseres Interviews mit Udo Chistée. Der österreichische Hotelier hat im Jahr 2022 seine Amedia-Hotelgruppe an die damalige HR Group (heute Revo Hospitality) verkauft. Ende 2025 hat er privat und geschäftlich Insolvenz angemeldet und haftet nun für ca. 110 Millionen Euro. Im exklusiven Interview mit hospitalityInside.com schildert der 78-Jährige seine Sicht auf die Hintergründe. Warum er die Partnerschaft mit Revo Hospitality als Auslöser sieht und warum Revo Hospitality dies zurückweist. Eine Story, die man lesen muss.


Unabhängig von diesem Artikel haben wir die Liste der neuen Betreiber in den übernommenen Revo Hotels aktualisiert.

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Eine bizarre Welt: GrandMet, Saudi, Priceline und Preise

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16.10.2026

Liebe Insider,

am Amsterdamer Gericht gab es eine weitere Anhörung zur Struktur und Transparenz der Grand Metropolitan Hotels Holding B.V. (GrandMet). Zuvor hatte das Gericht Familie Smura der Geschäftsführung enthoben und durch eine unabhängige Anwältin ersetzt. Diese erhielt bislang aber keinen Zugang zu wichtigen Unterlagen. Das finanzielle Rätsel dreht sich nach wie vor um die Genisys KI-Software. Die Kammer hatte deren Werthaltigkeit bereits während der Anhörung angezweifelt. Die Justiz war und ist also immer noch in dem grossen Firmengeflecht auf der Suche nach Belegen und Geldquellen. Kateryna Smura sollte die Antworten liefern. Es bleibt alles bizarr, die Richter lassen aber nicht locker.

Und das ist ihr gutes Recht. Der Fall GrandMet spielt sich vor einer niederländischen, spezialisierten Unternehmenskammer ab, die sich mit Unternehmensstreitigkeiten befasst. Es ist eines der ungewöhnlichsten Gerichte Europas. Es kann z.B. Geschäftsführer und Aufsichtsräte suspendieren, unabhängige Nachfolger ernennen, Unternehmensbeschlüsse blockieren und Anteile vorübergehend unter eine unabhängige Verwaltung stellen. Der niederländische Anwalt Onno Hennis, dessen Kanzlei keine der Parteien vertritt, erläutert in einem Interview heute, wie weit sie im Fall GrandMet durchgreifen können.

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