Hoher Turm – hohe Preise

Hoher Turm – hohe Preise

Eiffel Tower, Paris
Rund 35 Euro kostet künftig die Aufzugfahrt auf den Eiffelturm. / © Anthony Delanoix

Wer Paris von oben sehen möchte, muss künftig tiefer in die Tasche greifen. Die Eintrittspreise für den Eiffelturm steigen pünktlich zu den Olympischen Spielen um rund 20 Prozent.

Kurz vor Beginn des sportlichen Grossereignisses, das vom 26. Juli bis 11. August 2024 in Paris stattfindet, werden die Eintrittspreise für das Wahrzeichen angehoben. Die von der Betreibergesellschaft bereits angekündigte Preisänderung greift am 17. Juni, berichtete die Zeitung Le Parisien am Donnerstag. Für einen Erwachsenen kostet die Fahrt mit dem Aufzug bis ganz oben dann 35,30 Euro statt bisher 29,40 Euro. Wer über die Stufen bis auf die zweite Etage des Eiffelturms steigen will, muss statt 10 Euro dann 14,20 Euro zahlen. Die Erhöhung wird mit den Verlusten der Betreibergesellschaft während der Corona-Krise begründet sowie mit steigendem Aufwand für den Unterhalt des inzwischen 135 Jahre alten Bauwerks.


100 Millionen Euro Verluste während Corona

2023 lockte der Eiffelturm 6,3 Millionen Besucher an, acht Prozent mehr als im noch von der Corona-Krise beeinträchtigten Vorjahr. Deutsche stellen dabei die grösste Gruppe der Besucher aus dem europäischen Ausland. Wegen ausbleibender Touristen verbuchte der Eiffelturm während der Pandemie Verluste von über 100 Millionen Euro, die die Stadt Paris nur teilweise übernahm. Zusatzkosten kamen auf die Betreiber auch beim inzwischen 21. Anstrich des Turms zu, da beim Entfernen alter Farbschichten giftiges Blei entdeckt wurde. Dabei ist der Anstrich der Sehenswürdigkeit, die die Pariser auch liebevoll "dame de fer" (Dame aus Eisen) nennen, ohnehin ein Kraftakt. Rund 60 Tonnen Farbe müssen aufgetragen werden.


Während die erhöhten Eintrittspreise für den Eiffelturm auch nach den Olympischen Spielen weiter gelten, greifen andere Preiserhöhungen in Paris nur vorübergehend. Erwartungsgemäss gibt es kräftige Aufschläge in Hotels und bei Privatquartieren. Ausserdem erhöhen die Pariser Verkehrsbetriebe während der Zeit der Spiele die Preise für Metro- und Bustickets. Die vielfach kritisierte Massnahme soll helfen, Zusatzkosten für ein erweitertes Angebot aufzufangen. Auf Druck der Beschäftigten zahlen die Verkehrsbetriebe ihnen für die Arbeit während der Spiele eine Prämie, die finanziert werden muss. / dpa

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