Mobilitätstrends in Amerika, Europa und Asien

Mobilitätstrends in Amerika, Europa und Asien

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Für viele Pariser ist die Metro das bevorzugte Fortbewegungsmittel. / © Florian Jung, Pixabay

Die Nordamerikaner fahren bevorzugt mit dem Auto, in Europa ist die Fortbewegung mit dem Rad oder zu Fuss für viele eine Alternative. In Asien ist die U-Bahn ein wichtiges Verkehrsmittel. Eine Forschungsarbeit gibt Aufschluss über die unterschiedlichen Gepflogenheiten.

Viele Wege führen nach Rom, viele Verkehrsmittel von A nach B. Welche sich bei der Bevölkerung der Länder Amerikas, Asiens und Europas besonderer Beliebtheit erfreuen, zeigt ein von "Visual Capitalist" veröffentlichtes Diagramm. Die Daten stammen aus "The ABC of Mobility", einer Forschungsarbeit von Rafael Prieto-Curiel vom Complexity Science Hub und Juan P. Ospina von der EAFIT University, die über ScienceDirect abrufbar ist.


Die Autoren sammelten ihre Daten über den Anteil der verschiedenen Verkehrsträger anhand von Reiseumfragen, die sich auf das primäre Verkehrsmittel konzentrierten, das eine Person an jedem Wochentag benutzt. Für die Studie wurden Informationen aus 800 Städten in 61 Ländern zusammengetragen.


Nordamerika: Nie ohne mein Auto 

Die nordamerikanische Autokultur ist einzigartig im Vergleich zum Rest der Welt. Das hat gute Gründe, denn in den USA und Kanada sind die Menschen unabhängig von der Grösse der Stadt auf das Auto angewiesen, um sich fortzubewegen. Natürlich gibt es einige Ausnahmen wie New York, Toronto und kleinere Universitätsstädte in den Vereinigten Staaten. So nutzen in Nordamerika (von der Berechnung ist Mexiko ausgenommen) rund 92 Prozent das Auto. Der Anteil des öffentlichen Verkehrs und der aktiven Mobilität – also zu Fuss gehen und Rad fahren – ist in Nordamerika von allen untersuchten Regionen mit Abstand am niedrigsten.


Wo ist die nächste U-Bahn-Station?

In Süd- und Mittelamerika sowie in Süd- und Ostasien hingegen ist der öffentliche Verkehr führend. In Südostasien liegt er gleichauf mit dem Auto, während er in Westasien vom Auto verdrängt wird.


In Europa gibt es auf Stadtebene grössere Unterschiede in der Beliebtheit der Art der Mobilität. In Utrecht in den Niederlanden gehen die Einwohner zum Beispiel lieber zu Fuss und steigen aufs Fahrrad, als sich ins Auto, den Bus oder die Bahn zu setzen. Die Menschen in Paris und London nutzen gern ihre umfangreichen Nahverkehrssysteme. Und in Manchester und Rom werden etwa zwei von drei Fahrten mit dem Auto zurückgelegt. 


Laut der Auswertung spielt das Auto in Nord-, West- und Südeuropa mit um die 50 Prozent eine wichtige Rolle, wird aber ergänzt durch die Nutzung der öffentlichen Verkehrsangebote – zwischen 24 und 29 Prozent – und die umweltfreundliche Fortbewegung per Rad oder per pedes mit einem Wert zwischen 24 und 34 Prozent. / red

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