DESTINATIONEN / Schlange stehen für den neuen Geist - WEF Davos 2009: überteuerte Zimmer, Wasserschaden im Pöstli
Magazin • 6.2.2009 • 3689
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Schlange stehen für den neuen Geist
WEF Davos 2009: Überteuerte Zimmer, Wasserschaden im Pöstli
6.2.2009
Davos. Natürlich überschattete die Wirtschaftskrise das World Economic Forum, das vom 27. bis 31. Januar wieder in Davos über die Bühne ging. Klaus Schwab, WEF-Gründer und -Präsident sprach gar von einem "Sanatorium" und erinnerte an die Zeiten, in denen Davos als Heilanstalt für Tuberkulose weltberühmt wurde und mit dem "Zauberberg" von Thomas Mann in die Literaturgeschichte einging. Viele spürten einen neuen, "menschlicheren" Geist. Am aktivsten sind die kleinen Gruppen im Hintergrund. In dieser Stimmung beklagte sich erneut niemand über zu kleine und überteuerte Zimmer. Am Sonntag aber stimmen die Davoser über die Zukunft des Kongresshauses ab - und einmal mehr wird damit auch über die Zukunft des WEF in Davos diskutiert.
Davos. Wann immer Premierminister Gordon Brown, Al Gore, Condoleezza Rice, Tony Blair oder die Königin Rania von Jordanien mit ihrem Gefolge durchs Lobby des Steigenberger Belvédère Davos schreiten, bahnen die Sicherheitsleute ihnen eine etwa zwei Meter breiten Weg und drängen die übrigen Gäste und Medienleuten kurz an den Rand. Das kann selbst Grössen passieren - ob Bill Gates, Nestlé-Chef Peter Brabeck oder PepsiCo-CEO Indra K. Nooyi. Am World Economic Forum in Davos kann schliesslich nicht jeder die Nummer 1 spielen. Auch hinter den Kulissen ist alles anders als sonst. Silvia Pfenniger, unsere Korrespondentin in der Schweiz, tummelte sich mittendrin.