Spontan-Trip statt Smart TV

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Mountains - Great Experience
Anstatt immer mehr Besitztümer anzuhäufen, möchten Deutsche viel lieber reisen und bleibende Erinnerungen schaffen. / © 11417994, Pixabay

Die Reiselust der Deutschen ist in diesem Jahr unvermindert hoch. Dabei lautet das Motto: Erleben statt sparen und so werden die Ausgaben für Reisen auch in diesem Jahr vermutlich steigen.

Laut einer neuen Mastercard-Studie wollen die Bundesbürger wieder mehr reisen als im Vorjahr. Das gaben 46% der Befragten gaben an. Jeder vierte Teilnehmer (26%) möchte sich mehr Zeit für Familienausflüge nehmen, beispielsweise in Freizeitparks. Outdoor-Erlebnisse wie Wandern oder Radfahren sind bei rund einem Viertel der Deutschen (23%) ebenfalls sehr beliebt. Im Trend liegen darüber hinaus kulinarische Erlebnisse wie Restaurantbesuche, Kochkurse oder Weinproben, oder auch Live-Konzerte und Wellness-Auszeiten (jeweils 21%). Wie die Studie zeigt, planen 82% in diesem Jahr genauso viel oder sogar mehr für Erlebnisse auszugeben als 2023.


Der Wunsch, neue Erfahrungen zu machen, treibt die Unternehmungslust vieler Menschen an: 16% der Befragten gaben an, dass dies der Hauptgrund für ihre Aktivitäten ist. 27% würden gern ins Ausland reisen, um ihrer persönlichen Leidenschaft nachzugehen. Jeder vierte Deutsche (24%) möchte seine Erlebnisse mit Geschichte und Kultur verbinden, um sich persönlich weiterzubilden.  


Besitz ist vielen weniger wichtig

Fast jeder Dritte (29%) bevorzugt Erlebnisse statt materieller Güter. Für 27% der Deutschen haben beide den gleichen Stellenwert. 39% der Befragten priorisieren materielle Güter vor Erlebnissen.


Dass Ausgaben für Events gegenüber materiellen Dingen bevorzugt werden, belegen auch Daten des Mastercard Economic Institutes: Diese zeigen, dass der Anteil der Ausgaben für Reisen oder Restaurantbesuche in ganz Europa von 19% im Jahr 2019 auf 22% im Jahr 2023 angestiegen ist. Im Vergleich dazu blieb der Anteil der Ausgaben für materielle Güter stabil.


In der Umfrage gab in Deutschland jeder Vierte (23%) an, dem Sparen für Aktivitäten bei der allgemeinen Finanzplanung eine hohe Priorität einzuräumen. Als Hauptgrund wird der immaterielle Nutzen hervorgehoben. 70% der Befragten sind der Meinung, dass sich Ausgaben für Erlebnisse für sie lohnen. Für 32% bieten sie eine Möglichkeit der Selbstverwirklichung.


Deutsche legen grossen Wert auf Familienfreundlichkeit

Bei der Planung der Freizeitaktivitäten ist den Deutschen die Familienfreundlichkeit (48%) besonders wichtig. Sie bevorzugen Freizeitangebote, die es Eltern und Kindern ermöglichen, gemeinsam Zeit zu geniessen. Nur Iren (52%) und Zyprioten (51%) legen noch grösseren Wert auf familienfreundliche Aktivitäten als die Befragten in Deutschland. Im europäischen Vergleich priorisierten 42% der Befragten die Familienfreundlichkeit. Weitere wichtige Auswahlkriterien der Deutschen sind der Ort (43%), die Anreisemöglichkeiten (41%), der persönliche Wohlfühlfaktor (38%) und eine authentische Kultur (38%).


Erfahrungen prägen den Charakter

28% der Studienteilnehmer gaben an, dass Erlebnisse ihnen unvergessliche Momente bescheren, die ein Leben lang im Gedächtnis bleiben. Um die Erlebnisse möglichst lange in Erinnerung zu halten, legen 55% der Befragten während der Veranstaltungen grossen Wert auf Fotos und Erinnerungsstücke wie zum Beispiel Merchandise-Artikel (28%). Jede Fünfte hebt das Ticket auf. 42% verbinden ihre besonderen Erlebnisse mit persönlichen Anekdoten, die in Erinnerung bleiben.


Rund ein Viertel (24%) gab an, dass sich ihr Blick auf die Welt durch Erlebnisse verändert hat. Vor allem gemeinsame Aktivitäten mit anderen Menschen empfinden 29% bereichernder als Aktivitäten allein – sei es die Erkundung eines neuen Reiseziels, die Teilnahme an einer kulturellen Veranstaltung oder einfach ein gemeinsames Essen. / red



Methodik: Mastercard führte zusammen mit dem Marktforschungsunternehmen Vitreous World eine Umfrage durch, um die Verschiebung der Verbraucherpräferenzen in Richtung Erlebnisorientierung besser zu verstehen. Die Feldarbeit fand vom 2. bis 9. Januar 2024 statt. Insgesamt wurden 16.141 Personen befragt, davon 1.005 in Deutschland.

Die Umfrage wurde in folgenden Ländern durchgeführt: Belgien, Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Kroatien, Niederlande, Österreich, Polen, Spanien, Tschechische Republik, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Serbien und Zypern sowie Australien, Brasilien, China und den USA. / red

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