Vor der Expo Real: ein Markt zwischen Intransparenz und Glaubwürdigkeit

Vor der Expo Real: ein Markt zwischen Intransparenz und Glaubwürdigkeit

Maria Pütz-Willems

Liebe Insider,


nur noch 16 Tage bis zur Expo Real München. Die Stimmung vor Ort lässt sich schwer einschätzen, Diskussionen wird es en masse geben. Aus den heutigen Themen und Markt-Bewegungen lässt sich schon viel schliessen. Steigen wir ein: Das Wachstum der "Collection"-Marken der grossen Ketten ist nicht so stark wie man meint – gestandene Privathotels halten dagegen (wer von ihnen hat schon Lust, teure Franchisegebühren zu bezahlen?) und schliessen sich Kooperationen an. Preferred Hotels wächst jährlich um 40-50 Hotels. Das Familien-Unternehmen Ueberroth weiss, wie man mit Hotel-Familien umgeht. Chef-Developer Philippe Weghmann berichtet, mit welchen Tools, Partnern und Programmen man unabhängige Hotels zu langjährigen Mitgliedern macht.


Der Finanzchef von Booking.com stellte sich auf einer Konferenz in den USA als der "beste Freund" kleiner Hotels vor: Unabhängige Hotels und kleine Gruppen liefern ein Drittel der Buchungen, die Ketten nur 10 Prozent, sagt er. In Europa sieht das anders aus, wie die jüngsten HOTREC Distributionszahlen zeigen. Der OTA-Gigant bleibt sehr selbstbewusst: Die KI werde Booking keinen Schlaf rauben – weil die Verbraucher nach fünf Plattform-Besuchen nur bei einer (ihrer) Marke buchen.

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11.9.2026

Liebe Insider,


über Vorträge und Artikel zum Thema Branded Residences stolpert man inzwischen ständig. Der Trend, einst geboren in Miami, kommt jetzt in Dubai, im Epicenter des Booms, an seine Grenzen. Einmal wegen des USA-Iran-Konflikts, zum anderen, weil keine neuen Hotel-Namen mehr das Residence-Gebäude zieren, sondern Mode-Marken und Fussball-Clubs. Weil die Kunden aktuell nicht mehr in den Mittleren Osten reisen möchten, fliegen jetzt die Verkäufer aus, z.B. nach Amsterdam, in eine Mega-Shopping Mall mit Massenandrang, in der sich Residences schnell verkaufen lassen (wie einst im Timesharing?). Es beginnt eine Ära der Massen-Residenzen.


Viele Spontan-Käufer kümmern sich kaum um die Residence-Details. Und vor allem: Sie zeichnen lange Verträge, was aber wenn die Hotel-Marke auszieht? Wer bietet dann überhaupt noch den Service? Wie stark sinkt der Markenwert für den Eigentümer, wie stark für den Käufer/Kunden? In welcher Zyklus-Phase verdienen welche Stakeholder eigentliche das grosse Geld? 


Jeff Tisdall von Accor One Living, Henk Meyknecht vom Private Equity-Unternehmen SAH in Dubai und Hans Peter Betz, ein spezialisierter Berater für Eigentümer im Mittleren Osten, zeigen erst auf, wie komplex alles geworden ist. Weshalb sie selbst hier und heute den Wandel und die Zukunft der Residence-Betreiber und -Marken extrem kritisch hinterfragen. Sarah Douag hat alles im Detail festgehalten, auch die Stolpersteine. Eine Mega-Recherche für Sie, liebe Abonnenten!

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