Airbnb und Raiffeisen: leise und laut unterwegs

Airbnb und Raiffeisen: leise und laut unterwegs

Maria Pütz-Willems

Liebe Insider,


Airbnb lebt wieder auf. Die Inder z.B. buchten im 1. Quartal dieses Jahres 50% mehr Übernachtungen als ein Jahr zuvor. Angesichts solcher Sprünge in Märkten wäre eine andere Info fast untergegangen: Die wichtigen KPIs für Hotels auf Airbnb wachsen doppelt so schnell wie das Gesamtgeschäft. Das heisst: Die Hotel-Buchungen ersetzen die schrumpfenden Kurzzeit-Vermietungen. Wie die Hotel-Strategie letztlich aussieht, weiss man noch nicht genau. Aber das: Airbnb besitzt eine technische Infrastruktur, die hilft, Hotels in Massen billig zu integrieren und die Buchungskosten niedrig zu halten. Sarah Douag über den leisen Umbau der Airbnb-Plattform und die Power seiner Daten.


Leise bewegt sich auch die Bank des Raiffeisen-Verbands Salzburg (RVS) durch die Region. Sie finanziert fast 70 Prozent der Tourismus-Unternehmen und der touristischen Infrastruktur, z.B. Seilbahnen. Der Tourismus trägt wesentlich zum Bruttoregional-Produkt bei und kreiert 40.000 Vollzeit-Arbeitsplätze. Toll: endlich eine Hausbank für die KMUs! Ja und nein: Die Bank agiert selbst als Hotelier und kann eigene Zahlen mit denen der kredit-anfragenden Privathotels vergleichen. Kein Wunder, dass die RVS in einem eigenen "Forum" die Hoteliers weiterhin zu Investitionen ermuntert. Und zwei Erfolgsstorys präsentiert: die des Brandlhof in Österreich und des Europaparks in Rust.

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22.5.2026

Liebe Insider,


es kracht momentan nur noch so in der Branche. Die Sircle Group und Revo Hospitality geraten immer tiefer in die Negativ-Schlagzeilen und ihr Fehlverhalten ist inzwischen keine Ausnahme mehr. Nein, ihr Verhalten wird zum Muster – und das nicht allein in Deutschland, sondern europaweit und international. Eigentümer bzw. Vermieter stehen vor leeren Kassen. Ihnen hilft nur noch das Gericht, was Deka Immobilien und Pandox jetzt auch nutzen. Alle wollen ihre Mietrückstände in grossen Millionen-Höhen zurück.


Der Fall Sircle mit über 30 Millionen Euro an Mietausfällen ist der bisher grösste, der am längsten andauernde und der strukturell komplexeste; ihn hat meine Kollegin Sarah Douag beobachtet. Revos Schulden sind noch nicht bekannt.


Langsam entsteht das Bild eines Weges, der mit verschachtelten Holding-Strukturen beginnt und unter denen Tochter-Gesellschaften offenbar Gebühren und andere Einnahmen über so viele Ebenen weiterleiten, dass beim Owner am Ende des Weges kein Geld mehr ankommt. Insider kennen solche "intercompany" Architekturen, deren Ziel häufig Geldwäsche ist. Die Vermieter sind damit künftig massiver denn je aufgefordert, den Betreiber und sein Verhalten zu kontrollieren. Zudem braucht das bislang "gute alte" Sale-and-Leaseback-Verfahren eine neue Definition; momentan gehört es – falsch gelebt – zu den Wurzeln des Übels. Tauchen Sie tief ein in diesen spannenden Artikel.

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