Alpitour World plant, in den kommenden fünf Jahren jährlich 80 bis 90 Millionen Euro zu investieren. Allein die Hospitality-Division soll 2026 von insgesamt 58 Millionen Euro profitieren.

Liebe Insider,
forsche Wünsche, geplatzte Träume, grüne Gebäude, Geldregen, Gerichte, die KI und Megaprojekte prägen unsere heutige Ausgabe. Dem Marriott-Management in Bethesda gefällt es nicht, dass 51 Marriott-Eigentümer, die fast 1.000 Hotels besitzen, einen grösseren Teil vom Bonvoy-Umsatz haben möchten und auch noch Transparenz verlangen. Sarah Douag hat hinter die Kulissen geschaut.
Sein Gesicht verloren hat Saudi-Arabien. Das gigantische NEOM-Projekt schrumpft, und mit ihm auch die Finanzpower. 16 Milliarden Dollar fehlen, um die noch laufenden Verträge beenden zu kennen. Welch ein Schaden dieses Projekt der Natur, der Umwelt und den Menschen zugefügt hat, ist nicht kalkulierbar. Sarah – diese Woche in bester Schreiblaune – war auf Zahlenjagd.
Aus einem Tuffstein-Bruch haben die Architekten des renommierten japanischen Büros Kengo Kuma & Associates das Material für die Fassaden der neu entstehenden Silk Towers gebrochen – direkt vor der Haustür in Batumi, Georgien. Lokale Ressourcen, Holz und sensible Windmessungen z.B. weisen den Weg in die Zukunft urbanen Lebens. Hier geht es um den Dreiklang von Natur, Wohnen und Sozialem. Susanne Stauss hat mitgeschrieben: Vortrag und Diskussion waren Teil unseres HITT Think Tank in Brüssel.
In Italien fliesst das Geld, zumindest bei Alpitour: In den nächsten fünf Jahren will das Unternehmen pro Jahr 80 bis 90 Millionen Euro in seine eigenen Projekte und Häuser investieren. Davon profitiert auch die Hospitality-Division (VOIhotels, VRetreats) kräftig. Massimiliano Sarti über die Details.
Noch mehr Details als bisher wollen die Richter von der niederländischen Ondernemingskamer von Martin Smura, dem Gründer von Grand Metropolitan Hotels, erfahren. Die entsprechende Firmen-Holding hat ihren Sitz in Amsterdam, deshalb findet dort das Verfahren statt. Das Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin (VZB) ist an "Grandmet" beteiligt und will wissen, wie ihr Geld eingesetzt wurde. Mitte Juli soll es ein Urteil geben.
Google musste sich jüngst vor dem Landgericht München verteidigen – und verlor: Die Suchmaschine muss die Verantwortung für selbst erstellte "KI-Übersichten" übernehmen. Zwei Verlage haben geklagt; noch kann Google Rechtsmittel einlegen. Die Lust auf KI wird in Unternehmen immer grösser, sagt eine andere Analyse. Das ist positiv, verlangt aber trotzdem Disziplin im Umbau digitaler Strukturen.
Vorsicht vor Phishing: Die Cyberattacken nehmen zu, vor allem vor und in der Urlaubszeit. Das zeigt eine aktuelle Analyse in 10 Ländern; sie liefert Empfehlungen mit, auch für Hotels.
Für die Hotellerie sind Luxus und Honeymoon ein perfektes Paar – vor allem, wenn Reisebüros ungewöhnliche "Experiences" mit verkaufen. Klassische Luxushotels sind langweilig. In Istrien hat gerade das grösste und segment-übergreifende Hotelresort Kroatiens eröffnet: das Pical Resort – ein Netzwerk für Hotelgäste und Locals auf tausenden Quadratmetern Grund, direkt am Wasser. Zur Eröffnung kam sogar der Ministerpräsident, berichtet das Hotel in der Rubrik Content Partnership.
Viel Spass und Staunen beim Lesen! Bis nächsten Freitag.
Ihre Maria Pütz-Willems
Chefredakteuerin
Saudi-Arabien veranschlagt nun mehr Geld für die Abwicklung seines Megaprojekts NEOM als für dessen Bau. Die finanziellen, menschlichen und ökologischen Kosten stehen noch nicht fest. Nach der milliardenschweren Katastrophe muss das Land rund 16 Milliarden Dollar an Verträgen mit seinen Geschäftspartnern abwickeln.
Die Wind-Bewegungen bestimmen die Lage der Terrassen, Grafiken zeigen den thermischen Komfort. Und der Stein zum Bauen sollte idealerweise aus der Haus-Umgebung kommen. Beim 9. HospitalityInside Think Tank (HITT) zeigte das renommierte japanische Architektur-Büro Kengo Kuma & Associates, wie der niedrigere Footprint geplant werden kann.
Alpitour World plant, in den kommenden fünf Jahren jährlich 80 bis 90 Millionen Euro zu investieren. Allein die Hospitality-Division soll 2026 von insgesamt 58 Millionen Euro profitieren.
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