
Belastbare Geschäftsmodelle gesucht
Der Druck aus der Revo-Insolvenz verwandelt sich in ein Marktproblem
Autor

Maria Pütz-Willems
ist eine leidenschaftliche Schreiberin, die über 40 Länder bereiste und die Medienwelt aus vielen Perspektiven kennenlernte. Seit über 30 Jahren berichtet sie über die internationale Hotellerie, 2005 gründete sie hospitalityInside.com. Ihre Balance findet sie in frischer Luft, beim Sport, Kochen und mit geselligen Freunden.
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Happy Sunday
Wie stellt sich PRISM operativ auf? Wie übernimmt eine indische Tech-Company deutsche Hotels? Holprig und unorganisiert. Plötzlich steht unerwartet ein Controller aus Indien in der Lobby, System-Zugänge werden adhoc verlangt, die Hotel-Teams sind frustriert, spontan Gekündigte zittern noch.
Indisch denken, Deutsch agieren?
Den aktuellen Anlauf für die Börsennotierung will sich die indische Technologie-Plattform PRISM definitiv nicht mehr zerstören. Ihr Pool an physischen Hotels wächst schnell weiter. In Deutschland steigt sie mit 24 Häusern aus der Revo-Insolvenz ein. Es bleibt ein Kontrast: Tech produziert Umsatz per Knopfdruck, europäische Hotel-Qualität muss die Operation physisch erbringen – vor Ort, 24/7.
Der Revo-Ausverkauf geht weiter
Im Insolvenzfall Revo Hospitality kommen derzeit die Neuigkeiten durch die Hintertür. Langsam werden die neuen Betreiber klarer und die Zahl der Hotelverträge konkreter. Eine Überraschung ist – neben PRISM/OYO – aktuell ein Bieter aus Israel, den man beachten muss.
Revo Hospitality ist zerschlagen
Dienstag, 2. Juni 2026: Um 10 Uhr hat man den 450 Mitarbeitenden der Revo Hospitality-Zentrale ihre Kündigung avisiert. 30 Minuten später erklären die verantwortlichen Insolvenz-Anwälte per Pressemitteilung: "Fünf internationale Hotelgruppen und Investoren übernehmen fast alle Hotels." Es sind 120. Die Namen der Gruppen nennen sie aber nicht. Die Juristen verzögern damit die notwendige Transparenz.




