
Bye-bye Boom, willkommen Nachhaltiges. HI und der HITT machen mit.
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Freude und Frust: Tourismus funktioniert nur im Frieden
Liebe Insider,
die leeren Stände in den Nahost-Hallen an der ITB Berlin diese Woche sind ein krasser Vorgeschmack auf den Krieg in einer grossen Region, deren Tourismus-Umsatz in den nächsten Monaten dramatisch zusammenbrechen wird. Mit dem Angriff der USA und Israels auf den Iran drohen die Touristenströme aus allen Feeder-Märkten auszubleiben – aus den EU, CIS, aus Indien wie auch aus den GCC-Staaten.
Seit Wochenbeginn haben mich Kontakte aus Dubai und Abu Dhabi mit aktuellen Infos und Fotos über die Lage vor Ort informiert; ich darf daraus zitieren. In Abu Dhabi hat die Regierung den Einwohnern in kurzen, klaren Formulierungen den Sicherheitsstatus kommuniziert, ebenso wie die Hotels erfuhren, dass die Kosten gestrandeter Gäste vom Staat bezahlt werden. Die wirtschaftliche Realität ist das krasse Extrem: Die Destination verliert Vertrauen und Touristen und der Wert der Spitzen-Immobilien sinkt drastisch.
Einen Tag vor dem überraschenden Angriff haben europäische Tourismus-Experten – wie gewohnt zur ITB – das (deutsche) Reiseverhalten analysiert. Danach soll das Jahr 2026 ein Superjahr werden, trotz einiger "Rückwärts"-Trends. Es kann sein, dass Europa und vor allem Deutschland aus der deprimierenden Situation im Mittleren Osten erneut eine Urlauber-Flut erleben wird. Garantiert ist aber hierzulande auch nichts mehr, solange es keinen Frieden in der Ukraine gibt.
