
Freude und Frust: Tourismus funktioniert nur im Frieden
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Zeitweise Nebel, vor und hinter den Kulissen
Liebe Insider,
stellen Sie sich vor, Sie bekommen als Hotel-Eigentümer drei Jahre lang keine Pacht. Jeden Monat zieht etwa eine Million Euro an Ihnen vorbei. So erging es Deka Immobilien, der Pächter war/ist die Sircle Collection von Liran Wizman. Das Objekt: das W Amsterdam. Das Gericht hat diese Woche verfügt, dass die Sircle Collection das Hotel 15 Tage nach Urteilsunterschrift räumen soll. Das wird aber vermutlich nicht passieren. Eine kuriose Geschichte, mit noch offenem Ende. Und ich stelle – im Dunst der Revo-Insolvenz – hier erneut die Frage: Weshalb lassen sich Eigentümer/Investoren das gefallen?
Den Ruf der Branche rettet die nächste Story auch nicht. Stellen Sie sich vor, Sie haben sich in den österreichischen Alpen ein Apartment gekauft. Ist das nun Ihr Haupt-, Neben-, Arbeits- oder Freizeitwohnsitz? Das ist eventuell nur eine Steuerfrage. Die Einheimischen sehen darin aber "kalte Betten" und lehnen Investitionen in Tourismus-Immobilien ab. Genau hier prallt der Wohnungsmarkt auf den touristischen Markt, in dem auch Hoteliers gerne mehr Apartments anbauen würden. "Buy2let" heisst diese österreichische Spezialität, die niemandem mehr schmeckt. Fred Fettner hat sich durchgebissen.
