Freude und Frust: Tourismus funktioniert nur im Frieden

Freude und Frust: Tourismus funktioniert nur im Frieden

Maria Pütz-Willems

Liebe Insider,

die leeren Stände in den Nahost-Hallen an der ITB Berlin diese Woche sind ein krasser Vorgeschmack auf den Krieg in einer grossen Region, deren Tourismus-Umsatz in den nächsten Monaten dramatisch zusammenbrechen wird. Mit dem Angriff der USA und Israels auf den Iran drohen die Touristenströme aus allen Feeder-Märkten auszubleiben – aus den EU, CIS, aus Indien wie auch aus den GCC-Staaten. 

Seit Wochenbeginn haben mich Kontakte aus Dubai und Abu Dhabi mit aktuellen Infos und Fotos über die Lage vor Ort informiert; ich darf  daraus zitieren. In Abu Dhabi hat die Regierung den Einwohnern in kurzen, klaren Formulierungen den Sicherheitsstatus kommuniziert, ebenso wie die Hotels erfuhren, dass die Kosten gestrandeter Gäste vom Staat bezahlt werden. Die wirtschaftliche Realität ist das krasse Extrem: Die Destination verliert Vertrauen und Touristen und der Wert der Spitzen-Immobilien sinkt drastisch. 

Einen Tag vor dem überraschenden Angriff haben europäische Tourismus-Experten – wie gewohnt zur ITB – das (deutsche) Reiseverhalten analysiert. Danach soll das Jahr 2026 ein Superjahr werden, trotz einiger "Rückwärts"-Trends. Es kann sein, dass Europa und vor allem Deutschland aus der deprimierenden Situation im Mittleren Osten erneut eine Urlauber-Flut erleben wird. Garantiert ist aber hierzulande auch nichts mehr, solange es keinen Frieden in der Ukraine gibt.

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2.3.2026

Liebe Insider,


stellen Sie sich vor, Sie bekommen als Hotel-Eigentümer drei Jahre lang keine Pacht. Jeden Monat zieht etwa eine Million Euro an Ihnen vorbei. So erging es Deka Immobilien, der Pächter war/ist die Sircle Collection von Liran Wizman. Das Objekt: das W Amsterdam. Das Gericht hat diese Woche verfügt, dass die Sircle Collection das Hotel 15 Tage nach Urteilsunterschrift räumen soll. Das wird aber vermutlich nicht passieren. Eine kuriose Geschichte, mit noch offenem Ende. Und ich stelle – im Dunst der Revo-Insolvenz – hier erneut die Frage: Weshalb lassen sich Eigentümer/Investoren das gefallen? 


Den Ruf der Branche rettet die nächste Story auch nicht. Stellen Sie sich vor, Sie haben sich in den österreichischen Alpen ein Apartment gekauft. Ist das nun Ihr Haupt-, Neben-, Arbeits- oder Freizeitwohnsitz? Das ist eventuell nur eine Steuerfrage. Die Einheimischen sehen darin aber "kalte Betten" und lehnen Investitionen in Tourismus-Immobilien ab. Genau hier prallt der Wohnungsmarkt auf den touristischen Markt, in dem auch Hoteliers gerne mehr Apartments anbauen würden. "Buy2let" heisst diese österreichische Spezialität, die niemandem mehr schmeckt. Fred Fettner hat sich durchgebissen.

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