
Die EU und die Branche: Kontroverse beim HITT
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Das gute alte Geschäftsmodell: Bleib bodenständig
Liebe Insider,
heute plädiere ich für das Konservative. In einer Zeit, in der die Statistik der deutschen Hotellerie die meisten Insolvenzen in der Wirtschaft bescheinigt, hat es gutgetan, mit Yoram Biton von Leonardo Hotels zu sprechen. Heute einen Gewinn zu erzielen, "ist gar nicht einfach", unterstreicht er nüchtern. "Es ist harte Arbeit." Deshalb wächst Leonardo nur überlegt, Franchise kostet zu viel Geld und nur der Rent Cover zählt. Das Geschäftsmodell dieses Betreibers lautet "bleib bodenständig und diszipliniert". Yoram schaut jeden Monat mit jedem Area Manager die P&L an.
Manchem Investor fehlt eine dieser Eigenschaften. Diese Woche gab Deka Immobilien seinen neuen Betreiber für das W Amsterdam bekannt: Corendon. Das Unternehmen kommt aus der Türkei, aus dem Tourismus und betreibt jetzt erstmals ein Luxus-Lifestyle-Hotel. Allerdings ohne die Restaurants. Diese darf Liran Wizmann weiterführen. Es ist alles vertraglich geregelt, aber natürlich geheim. Der frühere Betreiber, der Deka Immobilien 23 Millionen Euro Miete schuldet, bleibt also ein Geschäftspartner? Eine intransparente Kommunikation wirft jedenfalls noch mehr Fragen auf. Meine acht Fragen (u.a. darüber, wie Deka Immobilien gegenüber seinen Anlegern sicherstellt, regelmässig die Miete zu bekommen) wurden mit vier Sätzen abgetan. Haben Anleger denn gar keine Fragen?
