Eine Branche zwischen Misstrauen und Motivation

Eine Branche zwischen Misstrauen und Motivation

Maria Pütz-Willems

Liebe Insider,


seit den jüngsten Revo-Schlagzeilen über die Zerschlagung des Unternehmens diese Woche haben sich bei uns Eigentümer gemeldet, die dem Insolvenz-Verfahren nicht vertrauen. Wenn weitere Eigentümer oder auch (potenzielle) Betreiber dazu etwas zu berichten haben, natürlich vertraulich, dann wissen Sie, wo Sie mich finden. Jetzt warten alle auf die Namen der fünf Gruppen, die die 120 Hotels künftig betreiben möchten. Wir recherchieren derweil weiter.


Als Abwechslung bieten wir Ihnen heute Entertainment aus dem Querdenker-Haus Mews. Bei ihrem jährlichen "Unfold"-Event in Amsterdam liess die Software Company erst einen verrückten Solo-Gitarristen auf die Bühne, und dann einen Cartoonisten, der aus den 700 Zuschauern "das Kind" herauskitzelte und dessen Emotionen und Träume zeichnete. Das ebnete den Weg zur grossen "Magie" der Hotellerie, die selbst das Unkonventionelle in sich trägt, aber nicht mehr lebt. Der Rezeptionist ist der Regisseur des ersten Eindrucks, man hat ihm nur Kreativität abtrainiert. Einfach toll anzuschauen, wie hier Man & Machine zusammenfinden. Mews definiert "AI" (Artifical Intelligence) neu – als "Authentic Interaction" (AI). Sarah Douag war begeistert.

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Revo, Sircle, OYO: Wurzeln des Übels?

Revo, Sircle, OYO: Wurzeln des Übels?

22.5.2026

Liebe Insider,


es kracht momentan nur noch so in der Branche. Die Sircle Group und Revo Hospitality geraten immer tiefer in die Negativ-Schlagzeilen und ihr Fehlverhalten ist inzwischen keine Ausnahme mehr. Nein, ihr Verhalten wird zum Muster – und das nicht allein in Deutschland, sondern europaweit und international. Eigentümer bzw. Vermieter stehen vor leeren Kassen. Ihnen hilft nur noch das Gericht, was Deka Immobilien und Pandox jetzt auch nutzen. Alle wollen ihre Mietrückstände in grossen Millionen-Höhen zurück.


Der Fall Sircle mit über 30 Millionen Euro an Mietausfällen ist der bisher grösste, der am längsten andauernde und der strukturell komplexeste; ihn hat meine Kollegin Sarah Douag beobachtet. Revos Schulden sind noch nicht bekannt.


Langsam entsteht das Bild eines Weges, der mit verschachtelten Holding-Strukturen beginnt und unter denen Tochter-Gesellschaften offenbar Gebühren und andere Einnahmen über so viele Ebenen weiterleiten, dass beim Owner am Ende des Weges kein Geld mehr ankommt. Insider kennen solche "intercompany" Architekturen, deren Ziel häufig Geldwäsche ist. Die Vermieter sind damit künftig massiver denn je aufgefordert, den Betreiber und sein Verhalten zu kontrollieren. Zudem braucht das bislang "gute alte" Sale-and-Leaseback-Verfahren eine neue Definition; momentan gehört es – falsch gelebt – zu den Wurzeln des Übels. Tauchen Sie tief ein in diesen spannenden Artikel.

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