Eine bizarre Welt: GrandMet, Saudi, Priceline und Preise

Eine bizarre Welt: GrandMet, Saudi, Priceline und Preise

Maria Pütz-Willems

Liebe Insider,

am Amsterdamer Gericht gab es eine weitere Anhörung zur Struktur und Transparenz der Grand Metropolitan Hotels Holding B.V. (GrandMet). Zuvor hatte das Gericht Familie Smura der Geschäftsführung enthoben und durch eine unabhängige Anwältin ersetzt. Diese erhielt bislang aber keinen Zugang zu wichtigen Unterlagen. Das finanzielle Rätsel dreht sich nach wie vor um die Genisys KI-Software. Die Kammer hatte deren Werthaltigkeit bereits während der Anhörung angezweifelt. Die Justiz war und ist also immer noch in dem grossen Firmengeflecht auf der Suche nach Belegen und Geldquellen. Kateryna Smura sollte die Antworten liefern. Es bleibt alles bizarr, die Richter lassen aber nicht locker.

Und das ist ihr gutes Recht. Der Fall GrandMet spielt sich vor einer niederländischen, spezialisierten Unternehmenskammer ab, die sich mit Unternehmensstreitigkeiten befasst. Es ist eines der ungewöhnlichsten Gerichte Europas. Es kann z.B. Geschäftsführer und Aufsichtsräte suspendieren, unabhängige Nachfolger ernennen, Unternehmensbeschlüsse blockieren und Anteile vorübergehend unter eine unabhängige Verwaltung stellen. Der niederländische Anwalt Onno Hennis, dessen Kanzlei keine der Parteien vertritt, erläutert in einem Interview heute, wie weit sie im Fall GrandMet durchgreifen können.

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