Milliarden-Entschädigung von Booking nach der Sammelklage?

Milliarden-Entschädigung von Booking nach der Sammelklage?

Maria Pütz-Willems

Liebe Insider,


ich habe sie vor zwei Wochen selbst gesehen: die unzähligen, unbelegten Strandliegen an der italienischen Mittelmeerküste. Sie sind für mich das Urlaubsbild des Jahres. Weder Einheimische noch Touristen wollen über 30 und schon gar nicht 50 oder 60 Euro pro Tag für Liegen und Schirm bezahlen. Die Beweise liegen wenige Meter weiter im Sand: auf dem Handtuch, unter dem eigenen, kleinen Sonnenschirm, wie die Sardinen in der Büchse nebeneinander. Es ist billiger.


In unserer heutigen, äusserst umfangreichen Ausgabe nach der Sommerpause poppt dieses Thema immer wieder hoch, u.a. auch in den acht Ketten-Bilanzen der vergangenen Wochen wie auch bei mittelständischen Hotelgruppen. Der Konsum sinkt, die Nachfrage fängt an zu bröckeln. Es ist nicht mehr zu übersehen und zu überhören.


Nicht weinen, weiterlesen. Ich habe ein Gute-Laune-Thema für die Booking.com-Hasser unter Ihnen. Mindestens 15.000 Hotels haben sich bis heute der pan-europäischen Sammelklage gegen den OTA und gegen die Bestpreisklausel angeschlossen, meldete die HOTREC gestern. Dazu gehören die grössten Ketten Europas genauso wie die kleinen Pensionen. Der führende Anwalt hinter dieser Klage und Koordinator früherer Booking-Prozesse ist sich sehr, sehr sicher, diesen Fall zu gewinnen. Der Kartellrechtsexperte aus der renommierten deutschen Kanzlei Schneider Geiwitz & Partner erklärt seine Logik in einem sechs Seiten-Interview. Er erwartet eine "zehnstellige Zahl" als Entschädigungssumme. Es geht also um Milliarden. 

Sie möchten gerne weiter lesen?

Dieser Artikel ist ein HI+ Artikel und nur für Abonnenten von hospitalityInside zugänglich. Bitte melden Sie sich mit Ihren Nutzerdaten an oder schliessen Sie ein Abo ab.

Verwandte Artikel

Abschalten und umschalten

Abschalten und umschalten

1.8.2025

Liebe Insider,


wir gehen heute auch in unsere Sommerpause und vermutlich mit der gleichen Frage von vielen: Werde ich überhaupt abschalten können? Müsste ich in diesen Zeiten nicht besser… ??? 


Wesley Paul, der Keynote Speaker bei HOT/Hotels Tomorrow, rät den Führungskräften, veraltete Planungsmodelle aufzugeben und agile Strategien zu verfolgen, um mit diesem temporeichen Wandel überhaupt Schritt zu halten. In Paris erklärte er vor sechs Wochen diese neue Welt, ihre Unsicherheiten und die Folgen für diese Branche. Wir teilen seine Keynote heute mit unseren Abonnenten, in einer leicht bearbeiteten Video-Version. Es ist kein Sommermärchen, aber ein erhellender Moment im Information-Overflow. 


Journalisten träumen nicht, sie folgen der Realität. Und die will Google gerade verändern – über seine KI namens Gemini. Der Gast soll sein Reiseziel nicht mehr selbst surfend finden, sondern die Ergebnisse schlucken, die ihm im unsichtbarem Algorithmen-Mantel vorgeführt werden. In den KI-Vorschlägen aber stecken Google Ads. Der Gigant ist dabei, die Suche und Buchungen komplett zu verändern! Die Opfer sind Reisende und kleinere Hotels. Das findet auch Sarah Douag verheerend. 


Alles ist in Bewegung, vor allem an der Börse. Richard Clarke vom Recherche-Haus Bernstein in London beleuchtet aber mehr als Aktienwerte und Kurs-Manöver. Den Beauty-Contest an der Börse bestanden viele Unternehmen, auch aus der Hotellerie, jahrzehntelang über ihre Wachstumsquoten. Jetzt wollen die Börsianer wissen, wie robust, skalierbar und wettbewerbsfähig ihr Geschäftsmodell im Branchen-Umfeld ist! Beatrix Boutonnet berichtet.  

{"host":"hospitalityinside.com","user-agent":"Mozilla/5.0 AppleWebKit/537.36 (KHTML, like Gecko; compatible; ClaudeBot/1.0; +claudebot@anthropic.com)","accept":"*/*","accept-encoding":"gzip, br, zstd, deflate","x-forwarded-for":"216.73.216.144","x-forwarded-host":"hospitalityinside.com","x-forwarded-port":"443","x-forwarded-proto":"https","x-forwarded-server":"17fef66d9534","x-real-ip":"216.73.216.144"}REACT_APP_OVERWRITE_FRONTEND_HOST:hospitalityinside.com &&& REACT_APP_GRAPHQL_ENDPOINT:http://app/api/v1