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Lille. Nach dem Kauf der französischen Marke "Quality Tourism", dem Erwerb des "Green Key"-Zeichens und einem dritten Stern 2010, stellt das Comfort Hotel Lille Tourcoing in Nordfrankreich jetzt das erste umweltverträgliche Zimmer Europas vor.
München. Das Nachhaltigkeitssiegel der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen ist - wie in der letzten Ausgabe ausführlich berichtet - ein Aushängeschild für die Immobilie. Das Hotel als Betrieb profitiert nur in geringem Umfang von dem Zertifikat. Was also bewegt den Hotelbetreiber Accor Deutschland, sich als eine der ersten Hotelgruppen stark für das immobilien-bezogene Label zu engagieren - und sogar noch auf eine Master-Zertifizierung für seine Marke Etap hinzuarbeiten? Könnte der Betreiber das nicht einfach dem Eigentümer/Investor überlassen? Klaus Rohrbeck, technischer Direktor von Accor Deutschland und der Nachhaltigkeitsexperte im Haus, erläutert die Beweggründe.
Augsburg. Kein anderes Thema treibt die Immobilien-Branche derzeit mehr um als das Für und Wider von Nachhaltigkeitszertifikaten. Die Frage lautet: Was bringen dem Bauherrn Immobilien, die mit LEED, BREEAM oder DGNB zertifiziert sind? Er braucht diese Zertifikate nicht für sein ökologische Gewissen, sondern für seine Rendite-Rechnung. Schliesslich kostet die Zertifizierung Geld. Erhöht sich durch ein Nachhaltigkeitszertifikat der Wiederverkaufswert der Immobilie? Oder lassen sich bei den Mietern bzw. Hotelpächtern höhere Kaltmieten bzw. Pachtraten durchsetzen, da sie ja von niedrigeren Betriebskosten profitieren? Als jüngster Anbieter hat die DGNB inzwischen auch vier Hotels zertifiziert; Aspekte der Hotelbetriebsführung aber spiegeln sich in dieser Bewertung nicht - es geht einzig um die Immobilie. Das zu verstehen, fällt schwer, denn schliesslich definiert die Hotellerie "Nachhaltigkeit" primär über Ressourcen-Schonung im operativen Betrieb.
Paris. Vergangene Woche stellte die Accor-Gruppe in Paris ihre "Earth Guest Research" vor, eine Plattform, über die man sein Wissen über soziale und umweltfreundliche Themen in der Hotellerie veröffentlichen und mitteilen kann.
München. Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen hat auf der BAU-Messe in München gestern ihre ersten zertifizierten Hotels bekannt gegeben.
Rimbach. Nicht erst seit dem Anschluss des Baby- und Kinder-Resorts an die Vereinigung der "Bio-Hotels" macht der Ulrichshof in Rimbach im Bayerischen Wald vor, wie ein Hotel nachhaltig betrieben werden kann. Denn ökologische Ansätze bieten laut Inhaber Ulrich N. Brandl schon seit vielen Jahren stets die beste Lösung. Das Einzelbeispiel des mittelständischen Unternehmers zeigt, wie man sich systematisch dem Thema annähern kann und konsequent die Kosten reduziert.
Abu Dhabi. Dieses Jahr findet die erste “World Green Tourism Abu Dhabi Conference” vom 22. bis 24. November in den Vereinigten Arabischen Emiraten statt. Die Konferenz läuft unter der Schirmherrschaft von Sheikh Sultan bin Tahnoon Al Nahyan, Chairman von Abu Dhabi Tourism Authority, und diskutiert, wie sich Öko-Tourismus in der Region umsetzen lässt.
Bern. Von den Folgen des Klimawandels und steigenden Energiepreisen ist auch die Schweizer Hotellerie betroffen. Der Branchenverband hotelleriesuisse hat deshalb gemeinsam mit dem Bundesamt für Energie, der Energie-Agentur der Wirtschaft, der Kraftwerk-Gesellschaft BKW FMB Energie AG und dem Energieversorgungsunternehmen Romande Energie eine Energieplattform geschaffen. Auch die Hotelverbände in Deutschland und Österreich bietet via Internet Orientierungsmöglichkeiten für Mitglieder und Nicht-Mitglieder an.
München. Nachhaltigkeit bei der Gebäudeplanung und sozialverantwortliche Unternehmenskonzepte standen im Mittelpunkt vieler Veranstaltungen auf der diesjährigen Immobilienmesse Expo Real in München, so auch bei der Hotelkonferenz "Hospitality Industry Dialogue". 80 Minuten lang diskutierten zwei Hotelgruppen, eine Projekt-Repräsentantin, ein Architekt und ein DGNB-Vertreter, inwieweit Investoren bereit sind, in nachhaltige Hotels zu investieren. Die Hotelketten recherchieren und handeln hier schon lange selbst über eigene Standards und beraten sogar ihre Investoren; die Zertifizierer tragen zum Bewusstsein bei und die Architekten müssen sich noch stärker hineindenken. Neu der Aspekt, dass die Gäste mit in Nachhaltigkeitskonzepte einbezogen werden müssen.
Null Energie
München. Am Münchener Viktualienmarkt will der deutsche Apartment-Spezialist Derag Hotel and Living eines seiner Bestandshäuser in ein Null-Energie-Hotel wandeln. Anfang 2011 soll der innovative Prototyp eröffnen. Das umweltfreundliche Prinzip dahinter lautet: Eigen-Erzeugung rauf und Verbrauch runter! Eine entscheidende Rolle spielen hier die Kühl-/Heizdecken. Zunächst aber muss das Gebäude bis auf den Rohbau zurückgebaut werden.