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Rom. The Autograph Collection: Der Name klingt poetisch-unabhängig, und nichts erinnert an die Mutter Marriott Hotels. Das ist Absicht. Der amerikanische Betten-Gigant mit 3.500 Hotels gibt nun Gas, um seine 18. Marke auch in Europa voran zu treiben. The Autograph Collection zielt auf die Bastion der unabhängigen Privathotels - doch die sind offenbar nicht so leicht zu überzeugen wie sich das die US-Manager vorgestellt haben. Nach zwei Jahren zählt die dynamisch expandierende Kette erst 26 Franchise-Nehmer weltweit. Neun davon stehen erst in Europa, wo der Pool der Privaten schliesslich am grössten ist. Die Aufnahme von vier Boscolo-Hotels in Italien nutzte Marriott letzte Woche in Rom, um das Konzept offiziell vorzustellen. Die oberflächlich-amerikanische Art der Präsentation aber lässt Zweifel aufkommen, ob Marriott in Kontinental-Europa den richtigen Ton trifft. Einziges Gegenargument: Marriotts Vertriebspower.
Wien. Die grösste Hotelkette Österreichs ist eine relativ unbekannte: Jufa. Der Namen entwickelte sich aus den "Steirischen Jugend- und Familiengästehäusern". Mit 43 eröffneten oder in Bau befindlichen Häusern sowie weiteren in Planung übertrifft Jufa die 33 Austria Trend Hotels der Verkehrsbüro Group deutlich. Jetzt expandiert Jufa auch im Nachbarland Deutschland. Bei städtischen Hotels verfolgt Jufa allerdings eine andere Strategie als bei ländlichen. Das gerade in Konzeption befindliche Haus in Wien mit 515 Betten soll als Muster-Projekt dienen.
Madrid. Mariano Pérez Claver, seit März dieses Jahres neuer Präsident und CEO bei den NH Hoteles, setzt Zeichen: Die Hotelgruppe verändert ihre Organisationsstruktur, Kapazitäten im kaufmännischen und technischen Bereich werden aufgestockt, die bisherige Geschäftsleitung von Sotogrande abgelöst. Dienen soll dies alles der Effizienz-Steigerung.
Frankfurt. 18 neue Häuser haben sich in diesem Jahr bis zum 1. Oktober der Kooperation Romantik Hotels & Restaurants angeschlossen. Damit zählt die Vereinigung jetzt 213 Häuser in 12 Ländern.
Atlanta/Arlington. Interstate Hotels & Resorts, eine der grösseren unabhängigen Hotel-Management-Gesellschaften in den USA, ist derzeit mit der Integration der Noble Management Group beschäftigt, dem Geschäftsbereich Hotels der Hospitality-Investment-Organisation Noble.
Berlin. Rund einen Monat nach der Übernahme durch Google ändert DailyDeal seine Konditionen für Werbepartner. Hauptpunkt: Nicht eingelöste Gutscheine zahlt das Unternehmen zurück.
Las Vegas. Auf der diesjährigen "Americas Investors & Leadership Conference" in Las Vegas hat die InterContinental Hotels Group eine globale Strategie zur Repositionierung für die Crowne Plaza Hotels & Resorts angekündigt.
Neustadt. Gegen die beiden ehemaligen Geschäftsführerinnen der Reederei Deilmann sind Insolvenz-Verfahren eröffnet worden. Die Reederei und ihr Flaggschiff "MS Deutschland" sind davon nicht betroffen.
Amsterdam. Fünf Jahre nach der Premiere mit dem citizenM Amsterdam-Schiphol betreibt die "Luxus-Budget"-Kette aus den Niederlanden drei Hotels: am Amsterdamer Flughafen und in der City sowie in Glasgow. Die Krise hat den Expansionsfokus auf London und New York konzentriert. Insgesamt, so berichtet citzenM-CEO Michael Levie, hat man elf Projekte in Top-Standorten weltweit in der Pipeline. Die Website spricht von 20 geplanten Hotel-Projekten in den nächsten fünf Jahren, an Flughäfen mit über 15 Millionen Passagieren pro Jahr und in Städten über 500.000 Einwohnern mit der nötigen Portion Freizeit, Lifestyle und/oder Business. Unsere Korrespondentin Sarah Douag hat Michael Levie in Amsterdam getroffen. Ein Update über eine vielversprechende Gruppe, um die es in der letzten Zeit sehr still war.
München. Asiatische Ketten halten Ausschau nach eigenen Hotels und Kooperationsmöglichkeiten in Europa, Europäer betätigen sich hingegen lieber als Betreiber oder Franchise-Geber in Asien. Wer beim Zusammenrücken der Kontinente erfolgreich mitmischen möchte, sollte die Spielregeln kennen. Die Talkrunde zum Thema "Asiatische Ketten – wie rechnet sich das Business in Europa?" beim 10. "Hospitality Industry Dialogue" auf der Expo Real 2011 machte durch ein paar Zahlen klar, wo die Unterschiede und gegenseitigen Erwartungen liegen.




