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Moskau. Glaubt man dem Smith Travel Research Global Construction Pipeline Report vom Juni 2009, dann ist Russland der "King" unter den Hotelentwicklungen in Europa. Im Juni zählte Moskau die höchste Anzahl an Zimmer in der aktiven Pipeline des gesamten Kontinents: 5.127 von 94.695. Diese Zahl schliesst Projekte von der Planungsphase bis zur Entwicklung ein. Russland ist eines der Länder mit der stärksten Entwicklung, sagte Duane Vinson STR-Vizepräsident und zuständig für Content Management. "Ich glaube nicht, dass die weltweite Rezession Russland genauso stark beeinflusst hat wie es landesinterne Themen getan haben. Deshalb haben wir eine kontinuierliche Entwicklung in diesem Land beobachtet," sagte Vinson in einem Statement. Trotzdem finden sich neue Projekte in einem neuen Zusammenhang wieder, eine Gruppe meldete Insolvenz aus Steuergründen an, aber es kommen auch noch neue Hotelgruppen auf den Markt. Die Ukraine gehört zu den blühenden Märkten und es sind grosse Pläne angekündigt. Allerdings, so meinen Experten, werden etwa 85% der angekündigten Projekte nicht realisiert werden.
Palma de Mallorca. Die spanische Kette RIU Hotels will stärker in die Türkei expandieren. Dazu hat sie mit einer lokalen Hotelgruppe eine langfristige strategische Partnerschaft geschlossen. Gestern abend kündigte RIU zudem sein erstes Stadthotel für 2010 an.
Side. Die TUI-Manager strahlen: Sie sind aus tiefstem Herzen stolz auf die neue Marke Sensimar. Am vergangenen Wochenende wurde Sensimar offiziell "geboren" - mit der Eröffnung des Sensimar Side Resort & Spa in Side in der Türkei. Insgesamt sind schon drei Sensimar in Betrieb, das Haus in Side gilt als das Flaggschiff der neuen Marke. Die Hotelmacher des Reiseriesen sprechen mit diesem "speziellen, emotionalen" Produkt, wie sie sagen, die "Besten der besten TUI-Kunden an" - jene kaufkräftige ältere Klientel, die nur noch zu zweit unterwegs sein will und sich am liebsten unter ihresgleichen - anderen Deutschen - bewegt. Die TUI-Strategie stützt sich bei diesem Hotelmarken-Konzept komplett auf typisch Deutsches. Ob sie allerdings die hohen deutschen Qualitätsansprüche erfüllen kann, bleibt unklar. Mit der Operations will die TUI nämlich nichts zu tun haben. Sie setzt Sensimar auf einem Franchisemodell auf. Und bleibt bei der Diskussion um Qualitätsstandards verschlossen.
Bonn. Zur Gewerbeimmobilienm-Messe Expo Real in München Anfang Oktober gibt die Wirtschaftsförderung der Stadt Bonn den Jahreswirtschaftsbericht 2009 heraus. Er liefert ausführliches Zahlenmaterial über die Stadt und ihr touristisches Potential. Hier vorab einige Fakten im Überblick, auch zur Hotellerie. Darüber hinaus hat die Wirtschaftsförderung eine „Hotelbedarfsanalyse Bonn“ in Auftrag gegeben. Unabhängig davon macht Bonns jüngstes Prunkstück, das World Conference Center, in diesen Tagen Schlagzeilen: Die Staatsanwaltschaft Bonn ermittelt, wie Medien berichten, u.a. wegen des Verdachts auf Betrug und Bestechung im Zusammenhang mit dem Bau des WCCB. Die Untersuchungen richten sich gegen den koreanischen Bauherrn SMI Hyundai, gegen den Generalübernehmer und den Rechtsanwalt, welcher die Stadt bei der Investorensuche beraten hat. Der Bau des Konferenzzentrums ist davon aber nicht tangiert.
Bonn. Im ehemaligen Bonner Regierungsviertel wächst seit 2007 das Prestigeobjekt der Stadt: das World Conference Center Bonn, das in diesen Tagen gerade für Schlagzeilen sorgt. Mitten drin, wie ein Orientierungspunkt, der Turm des Ameron World Conference Hotel. Um diese Lage dürfte so mancher Hotelier die Althoff Hotel Collection beneiden. Für Thomas Althoff ist das Hotel das grösste seiner Kollektion und stellt ihn vor neue Herausforderungen. Seit der Entscheidung, das Hotel zu betreiben, hat er in Bonn allerdings unerwartet Konkurrenz bekommen - u.a. durch das Grand Kameha Bonn, das Mitte November eröffnen wird. Die ehemalige Bundeshauptstadt gilt als Hotelstandort mit Potential.
Frankfurt. Die junge Transmedic GmbH aus Hamburg übernimmt den etablierten Frankfurter Anbieter für Gesundheits- und Wellnessreisen, die FIT REISEN GmbH. So wollen die beiden Unternehmen sich weiter verstärken und attraktive Wachstums-Chancen auch "jenseits von Wellness" erschliessen.
Athen. Der Tourismus in Griechenland hängt derzeit viel zu stark von Reiseveranstaltern ab, die die Mehrheit der Urlauber bedienen, vor allem im unteren Bereich des Marktes. Dennoch entwickelte sich in den letzten Jahren eine Marktnische für das gehobene Ende der Tourismusbranche; dieser aufstrebende Markt sieht vielversprechend aus. Die steigende Nachfrage nach Qualitätsunterkünften wird reflektiert durch die sehr hohe Belegung und durch die Ergebnisse der Durchschnittszimmerpreise, die einige High-End-Hotels erzielt haben. Sie waren in der Lage, ihre Gäste über differenzierte Vertriebskanäle heran zu ziehen und machen sich so weniger abhängig von Veranstaltern.
Athen. Die Anzahl der Hotelmarken hat in den letzten Jahren in Griechenland zugenommen, trotzdem ist ihr Anteil im Vergleich zu anderen europäischen Ländern immer noch gering. Laut einer griechischen Studie gehören vier Prozent der Hotels im Land - sie verfügen über 19 Prozent der Zimmer - einer der 113 Marken an. Marken, die von den grossen europäischen Reiseveranstaltern geführt werden, machen ein Viertel aller Markenhotels in Griechenland aus. Trotzdem haben nationale Marken zur Einführung neuer Hotelkonzepte beigetragen, und immer mehr Hotelbesitzer entscheiden sich für die Mitgliedschaft in einer Kooperation.
Berlin. In Berlin entsteht ein neues Messe-Trio in Sachen Gesundheit: Zu den seit fünf Jahren bestehenden Messen "50+ aktiv" und "Landesgesundheitsmesse Berlin Brandenburg" gesellt sich Anfang Oktober "Wellness Plus". Alle drei endverbraucher-orientierten Messen bieten einen Überblick rund um Wellness und Gesundheit sowie zu Produkten und Dienstleistungen für ältere Menschen. Es gibt zahlreiche Sonderschauen und Messeshows.

Hamburg. Geschäftsreisen gehen zurück, Kongresse und Tagungen werden weg rationalisiert. Die Firmen treten auf die Kosten-bremse, die Hotellerie leidet. Dieses Szenario ist inzwischen bekannt. Welche Konzepte haben Seminar- und Tagungshotels entwickelt, um die Krise zu überstehen? Mit welchen Strategien können sie kurz- und mittelfristig gegensteuern? hospitalityInside.com-Mitarbeiter Ralph Langrock hat vergangene Woche die aktuelle Lage analysiert, heute stellt er Überlebensideen und -konzepte internationaler Hotelketten vor - viele pfiffige Ideen, die auch Geschäft bringen.