Radikaler denken, neu wachsen

Radikaler denken, neu wachsen

Prof. Graham Miller denkt beim HITT Amsterdam quer und provoziert

Greenwashing
Wer seine "grünen" Versprechen nicht nachweisen kann, hat künftig ein Problem. / © Adobe Stock Jirsak

Ihr Unternehmen ist "grün" oder "nachhaltig"? Ihre Produkte "öko"? Solche vagen Wörter wird die EU als Greenwashing verbieten: Sie führen den Konsumenten in die Irre. Gesetze wie die Green Claim Directive greifen aber nur langsam. "Wir müssen radikaler denken, anders konsumieren und anders wachsen", sagt Graham Miller. Diskutieren Sie mit dem Professor für Nachhaltigkeit beim HospitalityInside Think Tank (HITT) am 17. Juni neue Quellen der Wertschöpfung. 

Graham Miller lebt und lehrt Nachhaltigkeit. Am Westmont Institut für Tourismus und Hospitality an der Nova School of Business and Economics in Lissabon ist er Akademischer Direktor und besetzt den Lehrstuhl für nachhaltiges Wirtschaften. Aus seiner Sicht ist die Green Claim Directive, salopp Greenwashing-Gesetz genannt, auch nur der Anfang einer Kehrtwende im Unternehmenswachstum. 


Das sind die Treiber des Umdenkens: In der EU werden derzeit mehr als 230 Nachhaltigkeitssiegel verwendet, die in Bezug auf Gültigkeit und Transparenz sehr unterschiedlich sind. Laut EU-Kommission sind 53% der Umweltangaben auf Produkten und Dienstleistungen vage oder irreführend sind oder enthalten unbegründete Informationen. 40% der Angaben sind nicht durch Beweise belegt. So kann man es z.B. auf der Webseite von Climate Partner und auf vielen anderen Portalen nachlesen.


Miller Graham

Prof. Graham Miller: Mit viel Leidenschaft und Wissen unterwegs für Tourismus und Hotellerie.Dean Whiting

Miller Graham

Diese verbale Werbeflut verunsichert die Konsumenten und verdrängt sogar Unternehmen mit seriösen Nachhaltigkeitsstrategien. Theoretisch kann dieses Gesetz sogar den Konsum von Produkten steuern. Deshalb lautet Professor Millers herausfordernde Frage an die HITT-Teilnehmer: Müssen wir radikaler vorgehen und auch im Tourismus andere Wertschöpfungsquellen suchen? 


Er ist überzeugt: Der Weg zu neuem Wachstum in Tourismus und Hotellerie führt über schrumpfendes Wachstum (De-Growth). Und selbst dabei gibt es grosse Chancen, "neuen" Profit zu machen. Wie das funktionieren kann, will der Forscher mit den HITT-Teilnehmern in Amsterdam intensiv diskutieren. 


Und dabei hat er nicht nur Themen aus Konsumenten-Sicht im Blick, sondern stellt auch unbequeme Insider-Fragen: Was geschieht z.B. in den nächsten 20 Jahren mit all den vielen nicht-nachhaltigen Gebäuden, die heute noch gnadenlos und sinnlos gebaut werden? Wie will diese Branche, Seite an Seite mit der Hotellerie, überhaupt weiterwachsen? Die nächsten zehn Jahre werden jedenfalls für alle bitter werden, sagt der Nachhaltigkeitsprofi diesem Segment voraus. 


Wir wissen heute: Graham Miller denkt in erfrischender Art quer und wird die HITT-Teilnehmer herausfordern. 


Erleben Sie diesen Impuls live, diskutieren Sie mit! 

Alle Vorträge und Diskussionen finden in englischer Sprache statt. 


HITT 2024 in Amsterdam, 17-18 June 


Monday, 17 June 2024, 11.15-12.15 Session 2 / Legislative & Lateral Thinking

Sustainability beyond Greenwashing and Greenwishing. The EU Green Claims Directive seems poised to prevent the worst of corporate exaggeration about efforts to be sustainable. But what if not just preventing greenwashing, the Directive puts a stop to 'Greenwishing' and reveals the limitations of an approach to sustainability that relies on consuming different products rather than less? Do we need to be more radical and consider how we can derive different sources of value rather than further growth? Can tourism continue on a high growth path in a finite planet, or will it begin to lose its social license to operate?


Impulse Generator:

Prof. Graham Miller, Rodrigo Guimarães Chair & Professor of Sustainable Business, Nova School of Business and Economics Lisbon


Alles auf einen Blick: www.hitt.world
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