HI+Aktienkurs-Entwicklung der Woche 21/11/19 - 27/11/19
Veränderung zur Vorwoche in %.


München. Finanzierung ist in der Hotellerie wieder einfacher geworden, sagen Experten. Das gilt aber nur für 1A-Standorte und vor allem für Marken-Hotels. Den vielen mittelständischen Hotels dagegen macht Basel III es immer noch schwer, an Kredite zu kommen. Wird doch einmal ein Kredit genehmigt, so ist er teuer und mit hohen Sicherheiten zu unterlegen. Und so schauen sich immer mehr mittelständische Hoteliers bei Neu- oder Anschluss-Finanzierungen alternative Finanzierungsformen an - darunter auch Genussscheine. Das sind per se keine schlechten Finanzierungsformen, doch die Risiken und auch die Unwägbarkeiten sind gross – vor allem für die Zeichner. Aber auch für die Hoteliers sind sie nicht so einfach wie man glaubt.
Genf. Im letzten halben Jahr gab es im Hinblick auf Hotel-IPOs zahlreiche Gerüchte, Ankündigungen und auch tatsächliche Umsetzungen auf den weltweiten Aktienmärkten. In den meisten Fällen geht eine solche Entwicklung einher mit der Abwicklung von Private Equity-Investitionen aus den Jahren vor der Finanzkrise, die Ende 2007 ihren Anfang nahm. Nun sehen sich die Private Equity-Gesellschaften dem Druck ausgesetzt, ihren allzu geduldigen Anlegern Geld zurückzuzahlen, indem sie noch vor dem nahenden Ende der Erholung auf den weltweiten Finanzmärkten ordentlich Kasse machen. Eine verbesserte Leistungsfähigkeit von Hotels hat ebenfalls zu einem Anstieg des Wertes von Hotelgesellschaften beigetragen. Ein genauerer Blick auf die IPOs von La Quinta und Playa Hotels, Dalata, Prince Hotels, Scandic Hotels und Gruppo Statuto.
Turin. Die grösste Bank Italiens, Intesa Sanpaolo, hat vor kurzem einen Vertrag unterschrieben, wonach sie ihren Anteil von 44,5 Prozent am Tochterunternehmen NH Italia an das spanische Hotellerieunternehmen verkaufen wird.
Rom. Unicredit, die zweitgrösste Bank Italiens, hat kürzlich einen Vertrag mit dem eng mit der italienischen Handelskammer Confcommercio verbundenen nationalen Hotelverband Federalberghi unterzeichnet.
Berlin/Frankfurt. "Diese Art von Private Equity hat es bei Steigenberger noch nie gegeben," sagte Steigenberger-CEO Puneet Chhatwal, nachdem sich nun immer mehr institutionelle Anleger für InterCity Hotels interessieren. Darüber hinaus kündigte er diese Woche weitere Projekte im Ausland an und eine Vereinbarung mit einem Autovermieter.
Berlin. Die umfassende Regulierung der geschlossenen Fonds macht das Leben auch im neuen Jahr nicht leichter. Sie ist teuer und komplex. Sechs Monate nach der Einführung tasten sich alle vorsichtig an die neue Fonds-Welt heran – mit neuen Namen, neuen Aufgaben, aber wenig neuen Produkten. Hotels im Economy-Segment gelten als Beimischung aber durchaus als interessant. Würde man das Wetter an der jüngsten Jahreskonferenz des Bundesverbandes Sachwerte und Investmentvermögen in Frankfurt auf die Stimmung der Branche übertragen, so hätte es dieses Jahr – nach Dauerfrost und Schneechaos – wieder ganz gut ausgesehen bei den geschlossenen Fonds. Doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache.
Frankfurt/M. Steigenberger Hotels kündigt für die nächsten Tage einen grossen Deal für InterCity-Hotels an.
Berlin. 2013 war kein leichtes Jahr. Die Regulierung mischte die Branche der Offenen Fonds noch einmal richtig auf. Das neue Kapitalanlagen-Gesetzbuch, kurz KAGB, signalisierte den Aufbruch in eine neue Fondswelt: reguliert, sicherer und bereinigt um Markt-Teilnehmer, die nicht immer nur den Anlegervorteil im Sinn hatten. Das jetzt alles wieder "auf Start" steht, können die verbliebenen und die neuen Offenen Fonds zeigen, was sie können. Hotel-Investments jedenfalls haben sie alle weiter auf ihrer To Do-Liste. Die Spezial-Immobilie hat sich ihren Freundeskreis geschaffen und ihre Vorteile klargemacht.
Bad Hofgastein. Im österreichischen Bad Gastein, im Salzburger Land, drohte das Zentrum zu verwaisen. Dem benachbarten Bad Hofgastein sollte das erst gar nicht passieren. Deshalb machten 52 Unternehmer Millionen locker, erwarben das zentrale Hotel Salzburgerhof im Ort, retteten es und schliesslich den ganzen Ort. Und jetzt haben sie Lust auf mehr.
Wien. Die österreichische Hotellerie steht mit ihren kleinen und mittelständischen Betrieben nach aussen besser da als es in Wirklichkeit ist. Österreichs Hotel- und Tourismusbank erläuterte zum Jahresauftakt die Hintergründe der aktuellen Entwicklung.