HI+Aktienkurs-Entwicklung der Woche 02/05/14 - 08/05/14
Veränderungen in %



Berlin. Bei Banken gilt eine Hotelfinanzierung immer noch als ein riskantes Investment. Dabei haben sie in der Regel zu wenig Gefühl für die Trends im Markt und beispielsweise keinen Mut zu Nischenhotels. Betreibern geben flexible Vertragsmodelle und Private Equity da ein wenig Hoffnung.
London. Die britische 4 Sterne-Kette Macdonald Hotels reiht sich ein in die lange Liste der Hotelgesellschaften, die über ein Verkaufs- und Management-Geschäft eine Kapitalerhöhung erreichen wollen. Die 65 Häuser umfassende Gruppe lässt sich beim Verkauf von rund 20 Hotels im Wert von etwa 290 Millionen Euro von der Beratungsgesellschaft Deloitte beraten.
New York. Für seine jüngste Übernahme bezahlte Blackstone 10,45 US-Dollar pro Aktie. Dieser Preis entspricht dem 13fachen des für 2007 erwarteten Umsatz von MeriStar. Der Kauf der Hotels von MeriStar hat an der Wall Street zu Spekulationen darüber geführt, dass Blackstone einen Börsengang für seine Hoteleinheit vorbereite.
München. Das Jahr 2005 war für Fondsinitiatoren ein aussergewöhnliches Jahr. Durch zahlreiche rechtliche und steuerliche Neuerungen erlebten die Anleger ein wahres Wechselbad der Gefühle. Umso erstaunlicher ist es, dass mit 12,3 Milliarden Euro dennoch ein herausragender Platzierungserfolg eingefahren wurde, so das Ergebnis der "Marktanalyse der Beteiligungsmodelle" 2006 von Stefan Loipfinger. Hotelimmobilien allerdings gehörten zu den Verlierern. Sie bewegen sich gegen den Trend.
Genf. Schweizer Hotels sind dafür bekannt, dass sie unrentabel sind. Vor zwei Jahren wurde die Gruppe Hôtels et Patrimoine ins Leben gerufen, um kleine, unrentable Hotels in der Gegend um den Genfer See aufzukaufen und deren Cashflow und Rentabilität durch Umpositionierung in Hotels vom Charakter eines Extended Stay umzuwandeln. Bis heute sind nur zwei von acht geplanten Hotels aufgekauft worden. Es ist nicht einfach, das entsprechende Kapital dafür aufzubringen.
London. Die InterContinental Hotels Group bringt ein weiteres Portfolio aus sieben Hotels zum Verkauf auf den Markt. Die Hotels befinden sich auf dem europäischen Festland und gehören zur Marke InterContinental.
Kopenhagen. Die dänische Property Group plant, für den Erwerb von Gewerbe- und Wohnimmobilien in Deutschland in diesem Jahr alleine mindestens 700 bis 800 Millionen Euro auszugeben - darunter auch für Hotels.
Den Haag. Die niederländische Bank NIB Capital hat grosses Interesse an Hotelfinanzierungen im deutschen Markt. Bisher hat sie hierzulande nur ein Hotel unterstützt.
London. Die Hilton Group plc hat den Verkauf von 15 Hotels in Grossbritannien an The Managed Hotels Unit Trust abgeschlossen. Finanziert wurde das Geschäft über die RBS Group. Der Barverkaufspreis der Hotels beträgt 382,4 Millionen Pfund Sterling oder etwa 560,5 Millionen Euro.
Berlin. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau zeichnet in ihrer Unternehmensbefragung 2005 ein angespanntes Bild der Hotelbranche. Gut drei Viertel der befragten Unternehmen konnten in den vergangenen zwölf Monaten zwar Investitionen tätigen, gut die Hälfte jedoch war auf Fremdkapital angewiesen.