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Paris. Die französische Hotel-Gruppe macht jetzt auf dem Gebiet der Hostels auf Jagd: AccorHotels hat diese Woche die Geburtsstunde der neuen Marke JO&JOE bekannt gegeben. Die für Millennials konzipierte Marke bietet Unterkünfte, die diese im Hinblick auf Design und Ausstattung ansprechen. Eine perfekte Marketing-Strategie mit der simplen Nachricht, dass AccorHotels jetzt auch im Low-Budget-Segment vertreten ist – und eine weitere Kategorie in seinem Marken-Muster führt.
Goslar. "Familien, die ihre Angehörigen zuhause pflegen, sollen auch einmal wandern gehen können und dabei ihre Patienten beruhigt in der Hotel-Obhut lassen können." Das ist ein Bild, das hinter der Philosophie der jungen Betreiber-Gruppe "carehotels" aus Goslar steckt. "Das Thema selbst ist komplex und kleinteilig", hat Geschäftsführerin Karina-Anna Dörschel seit dem Projektstart vor drei Jahren gelernt. Das erste, im Bau befindliche Projekt verzögert sich gerade, dafür ist aber auch schon ein zweites unterschrieben. Ihre Idee führte sie geradewegs hinein in eine Gratwanderung zwischen Hotel-Services und Pflege-Dienstleistungen. Damit hat sie allerdings auch eine zukunftsträchtige Nische identifiziert.
Valetta/Malta. Die IBB Hotels mit Häusern in Spanien, Polen und Deutschland befinden sich auf Expansionskurs. Gerade feierte das 2017 eröffnende IBB Hotel in Ingelheim am Rhein die Fertigstellung des Rohbaus. Weitere B- und C-Standorte in Deutschland sowie A-Städte in Polen stehen auf dem Plan. Bis 2020/21 möchten der Investor Sven von der Heyden und CEO Vladimir Saal die Zahl der IBB auf 20 mehr als verdoppeln. Derzeit sind neun Hotels in Operations, die nächsten drei werden 2017 eröffnen.
Berlin. Parkhaus-Hotels gibt es bereits. Die Variante des Projekt-Entwicklers MQ Real Estate aus Berlin jedoch ist auf stringente Expansion unter einem besonderen Aspekt angelegt: Allein in Europa kämen dafür 1.000 Parkhäuser in Frage. "Wir können auf Parkhäusern und Parkplätzen Zusatzflächen durch Module in Leichtbauweise gewinnen und damit voll funktionsfähige Hotels aufsetzen", sagt Geschäftsführer Björn Hiss. Gestern hob ein haushoher Kran das erste Hotelzimmer-Modul auf die oberste Parkhausfläche des Ring-Center 2 in Berlin-Lichtenberg. In der Pipeline befinden sich derzeit neun Projekte, die unter der Eigenmarke "MyQuarter" selbst betrieben werden können. Doch die ersten Hotelgruppen haben bereits angebissen.
Rostock. Die Deutsche Hotel & Resort Holding expandiert mit den beiden erfolgreichen Marken HENRI und arcona LIVING in der Stadthotellerie weiter: Die neuen Häuser entstehen in Berlin, Düsseldorf und Wetzlar.
Madrid. Die NH Hotels Group wird von ihrem grössten Aktionär, der chinesischen HNA Group, verklagt. Das internationale Ringen um Macht und Kontrolle geht weiter. Ein Gericht in Madrid wird demnächst entscheiden, ob hier tatsächlich ein Interessenkonflikt besteht und ob HNAs Vertreter in den Aufsichtsrat zurückkehren dürfen... oder nicht.
Berlin. Roland Paar und sein Development-Team zieht es momentan zu vielen Destinationen und Hotels, um die chinesische Plateno Hotel Group vor allem im deutschsprachigen Raum voranzutreiben. Hinter den Kulissen aber baut sich ein anderes, interessantes Projekt auf: "Plateno Connect" – ein Vertriebsnetz für alle europäische Hoteliers, die Angebote direkt in China platzieren möchten. Plateno, mit über 3.000 Hotels die derzeit grösste chinesische Hotelgruppe, setzt dabei auf Synergien aus seiner bestehenden Buchungsplattform wie auch aus der Kundenbindung über Social Media und dem Loyalty-Programm. Roland Paar, Regional Vice President Europe, und Tomasz Janczak, Director of Distribution and eCommerce Europe, erläutern.
Wien. Spätestens mit den diesjährigen "Alpbacher Wirtschaftsgesprächen" ist Digitalisierung als Generalthema im österreichischen Tourismus angekommen. Mit einer neuen Förderung für sogenannte Leuchtturm-Projekte und dem raschen Ausbau des 5G-Netzes soll die Zukunft abgesichert werden. Über letzteres diskutiert die EU schon endlos – und wird deshalb von Korea eiskalt abgehängt werden: Ihr 5G-Netz wird bereits 2019 live gehen – mit dem Nebeneffekt: Europa wird wirtschaftlich abgehängt.
Bethesda/Peking. Letzten Monat haben die chinesischen Wettbewerbshüter zum dritten Mal ihre Entscheidung zur Marriott/Starwood-Fusion verschoben. Beide Hotel-Gruppen warten nur noch darauf, dass China grünes Licht für den Abschluss der Transaktion gibt, um endlich Kosten in Höhe von Millionen von US-Dollar sparen zu können, so wie sie es versprochen haben. Die Frage ist berechtigt, warum sich China so verhält. Geht es hier wirklich um den fairen Wettbewerb oder ist es vielmehr eine nationalistische bzw. Schutzreaktion auf die Tatsache, dass Marriott/Starwood zur grössten Hotel-Gruppe der Welt würde? Welcher dieser Punkte könnte die Pläne der chinesischen Hotel-Gruppen im Hinblick auf nationale und internationale Expansion gefährden? Die Mutmassungen sind im Augenblick zahlreich und wir versuchen, das Warum und Weshalb mithilfe von internationalen Experten herauszufinden.
London/München. Nächsten Monat feiert Belmond seinen 40. Geburtstag. 38 Jahre lang trug die Gruppe den Namen Orient-Express Hotels – und schrieb mit diesem eine in der Tat einmalige Geschichte, beginnend 1976, als James B. Sherwood das Cipriani in Venedig kaufte und ein paar Jahre später den Venice Simplon-Orient-Express auf die Gleise schickte. Jetzt will President & CEO Roeland Vos Belmond auf eine neue Reise schicken: Binnen fünf Jahren, bis Ende 2020, soll die Luxushotel-Gruppe von heute 44 auf 80 bis 97 Paläste, Residenzen und Boutique-Hotels, Nostalgie-Luxuszüge, Fluss-Kreuzfahrtschiffe und Safari-Lodges wachsen. Ein ehrgeiziger Plan. In den letzten Jahren hatte Belmond u.a. durch den Verkauf von Trophy Assets Schlagzeilen gemacht. Damit ist jetzt in Schluss. Und mit einigem anderen auch.







