Editorial

Liebe Insider,
das Stichwort "Location" zieht sich wie ein roter Faden durch die heutige Ausgabe. So entwickelt sich seit letzter Woche der ansonsten eher verschlafen wirkende Kurort Bad Ragaz in der Schweiz zu einer begehrten Event-Location: Der grösste europäische Open Air-Skulpturenpark zieht hunderttausende von Gästen an.
Eine weitaus massivere Bedeutung kommt der Location im Immobilienbereich zu. "Die falsche Einschätzung der Location ist ein tödlicher Fehler in der Branche," warnt Berno-H. Feuring, Gründer der Feuring Group in Mainz. Der "alte Hase" der deutsch(sprachig)en Immobilien-Szene, dessen Firma in 50 Jahren über 400 Projekte betreute, beschreibt im Interview mit hospitalityInside.com seine Ansichten über die aktuelle Wirtschaftskrise und ihre Auswirkungen auf den Immobilienmarkt.
Die Exklusivität der Location ist ein Haupt-Verkaufsargument für Kempinski Residences. Die Schweizer Luxushotelgruppe ist dabei, sich langsam aber sicher einen Platz unter den bedeutenden Residence-Anbietern der Welt zu verschaffen. Genauso wichtig aber ist für Kempinski im Innenverhältnis die Seriosität des Development-Partners; hier besteht die Hotelgruppe im Gegensatz zu vielen anderen darauf, dass dieser "lebenslang" an der Immobilie beteiligt ist.
Auch im Human Resources-Bereich spielt es eine grosse Rolle, wo jene Mitarbeiter sitzen, die für das die Bewerbungen zuständig sind. Kann man Recruitment-Aufgaben outsourcen oder nicht? Schliesslich wird es aus Kostengründen heute immer wichtiger, auf Anhieb die richtigen Mitarbeiter zu finden. Die Praxis aber zeigt eine Paradoxie auf: Gerade jetzt, in schwierigen Zeiten, betrachten viele Unternehmen ihre Recruitment-Spezialisten als Kostenfaktor und entlassen sie. Unsere Mitarbeiterin Bärbel Schwertfeger hat einen Vergleich zwischen Hotellerie und Industrie gezogen.
Hochinteressantes auch in den kleinen Meldungen heute: Hassler will als eigene Hotelkette Fuss fassen, das Dolder Zürich schreibt rote Zahlen und Motel One hat mit seinem vierten Budget-Hotel in München wieder einen Location-Volltreffer innerhalb des hoch begehrten Altstadtrings gelandet...
Eine gute Woche wünscht Ihnen
Ihre Maria Pütz-Willems
Chefredakteurin
Fragen? maria@hospitalityInside.com

Liebe Insider,
Kroatien hat die Geduld österreichischer Hotelinvestoren überstrapaziert: Diese drohen jetzt der Regierung, sich aus dem Markt zurückzuziehen, wenn nicht endlich klare Strukturen geschaffen und Versprechen gehalten werden. Auch Falkensteiner grollt - verständlicherweise, denn der Erfolg oder Misserfolg von deren Mega-Resort Punta Scala wird über Wohl und Wehe des gesamten Unternehmens mitentscheiden.
Die Investoren in Dubai sind, wie letzte Woche schon berichtet, wesentlich ruhiger geworden. Nachdem es nun keine Schande mehr ist, sich zur Krise zu bekennen und Beratungsgesellschaften die Misere auch in Zahlen dokumentieren, gibt man sich endlich nüchterner. Das Selbstbewusstsein vor allem arabischer Ketten aber bleibt gross: Wer auf das Geld einer Sheikh-Familie im Rücken hat, expandiert. Eine Übersicht ausgewählter Hotelprojekte zeigt auch die Konzentration auf die Golfstaaten.
Die Golfregion baut nicht nur neue Hotels, sondern auch Architektur-Monumente. Insofern sind Dubai & Co. gute Beispiele für den Einfluss von Architektur auf Tourismusströme. Wenn Gebäude eine Geschichte erzählen, sind sie auch erfolgreich. Unser Mitarbeiter Guy Dittrich hat dieses ungewöhnliche Thema aufgegriffen.
In dieser Woche haben die beiden spanischen Ketten NH und Sol Meliá ihre Quartalszahlen bekannt gegeben, und bei Wyndham haben die jüngsten Abgänge das Management stark ausgedünnt.
Viel Spass beim Lesen!
Ihre Maria Pütz-Willems
Chefredakteurin
Ihre Meinung? maria@hospitalityInside.com

Liebe Insider,
Wer in diesen Tagen wie unsere Chefredakteurin Maria Pütz-Willems durch Dubai fährt, sieht leere Shops und brachliegende Baustellen. Die Atmosphäre dort ist gedämpft, aber nicht hoffnungslos, wie ihr Bericht heute zeigt. Experten gehen davon aus, dass sich die Region in überschaubarer Zeit erholen wird, ein bisschen Demut scheint dort sogar gut zu tun. Verantwortliche, die im Augenblick mit aller Macht versuchen, ihre vielen schönen Betten in Dubai zu füllen, sollten sich die Erfahrungen aus der Krise 2001 zu Herzen nehmen: Es dauert Jahre, bis grosse Preiszugeständnisse wieder aufgeholt werden können.
Deshalb drehen krisenerfahrene Manager im Augenblick nach wie vor lieber an der Kosten- als an der Preisschraube. Dabei entdecken sie immer neue Sparpotentiale. Kosten lassen sich nicht nur bei Wareneinsatz, Energie und Mitarbeitern eindämmen, sondern auch im Vertrieb. Wer glaubt, er müsse sich gerade in Krisenzeiten jedem nur möglichen Vertriebssystem anschliessen, kann damit gewaltig auf die Nase fallen. Reservierungssysteme haben keinen Hilfsauftrag, sondern wollen Geld verdienen. Und sie lassen sich ihre Leistungen zunehmend teurer bezahlen. Dies jedenfalls war der Tenor auf dem "Pricing und Distribution Day" der HSMA Deutschland diese Woche in Frankfurt. Im Internet tummeln sich ausserdem neben den eingeführten Reservierungssystemen zunehmend Meta-Suchmaschinen, die die Preise möglichst vieler Anbieter prüfen und den günstigsten für den Kunden aufzeigen. Umsonst gibt es auch dabei nichts. Auch an sie muss der Hotelier nach Hits oder Buchungen Gebühren bezahlen.
An diese Thematik knüpft das Thema Suchmaschinen-Optimierung und Suchmaschinen-Marketing an. Ein spannendes Thema, detailliert aufbereitet von unserem Mitarbeiter Ralph Langrock in dieser Ausgabe.
Wer Kosten im Housekeeping sparen möchte, darf auf keinen Fall auf Qualität verzichten. Zwei Expertinnen auf diesem Gebiet setzen sich heute für Sie mit häufigen Fehlern der Branche und mit dem Thema Mindestlöhne auseinander.
Kennen Sie den Unterschied zwischen RevPar und TrevPar? Berater Harald Mücke zeigt als Gastautor heute die Vor- und Nachteile beim Einsatz dieser beiden Kennziffern auf.
Aktuelle Meldungen geben Einblicke in die Ist-Situation der Branche, zeigen Trends und machen teilweise ebenfalls Hoffnung. Lassen Sie sich überraschen. Viel Spass beim Lesen!
Ihre Susanne Stauss
Stellv. Chefredakteurin
Ihr Kommentar? susanne@hospitalityInside.com

Liebe Insider,
an den schlechten Zahlen sind die Pachten schuld, und die viel zu grosse Pipeline.... Rezidors Finanzchef bestätigt diese Woche im Gespräch mit hospitalityInside.com ein Dilemma, das vermutlich auf mehrere Hotelgruppen zutreffen dürfte. Die Umsätze brechen derzeit schnell ein, Rezidor kann aber nur langsam von den belastenden Pachtverträgen auf Management und Franchise umstellen. Das bringt dann auch eine Abwertung bei den Analysten mit sich. Die "am schnellsten wachsende Hotelgesellschaft", wie sich die Brüsseler gerne nenne, muss aufpassen, dass sie nicht über die eigenen Beine stolpert.
Seit vorletzter Woche werden die Zahlen fürs erste Quartal 2009 publik. Wir haben für Sie die Ergebnisse von Accor, ArabellaStarwood, Starwood, Marriott, Rezidor und Wyndham zusammengefasst. Die Zahlen sind alle negativ, aber ihre Bandbreite reicht von "relativ schlecht" bis "dramatisch schlecht". Trotzdem bleiben die Zahlen relativ: 2008 war ein Rekordjahr für alle - das sollte man nicht vergessen. Ein realitätsgetreuer Vergleich wird erstmals im vierten Quartal 2009 möglich sein. Die Sparpakete, die jetzt geschnürt werden, wirken deshalb teilweise überzogen. Wie sagte der Rezdior-Finanzchef vor zwei Tagen passenderweise: "Das ist der perfekte Moment, um Fehler der Vergangenheit zu korrigieren." Wieviel also geht wirklich auf das Konto der Krise, wieviel auf Fehler der Vorjahre zurück? Das sagen weder die Zahlen noch sprechen es die Manager aus.
Mit der heutigen Zusammenfassung über das Profil des "Öko-Gastes" beschliessen wir die Nachberichterstattung zum "ITB Hospitality Day". Fünf hochkarätige Experten zeigten bei dieser Runde auf, dass hier ein immenses Potential schlummert, aber noch niemand gezielt nach dem Kriterium Öko-Ferien bucht. Neue Online-Plattformen werden das aber ändern. Die ITB-Artikel bleiben übrigens weiterhin für jeden User öffentlich zugänglich. Und Sie sollten sich schon die Hotelkonferenz 2009 vormerken: Donnerstag, 11. März 2010.
In Berlin trafen sich letzte Woche bei schönstem Sonnenschein rund 100 Alumni der Cornell Hotel Society. Auch wir waren mit dabei und genossen das Berliner Networking. Nächstes Jahr treffen sich die Cornelians zum EMEA-Meeting in Paris.
Bunte News darüber hinaus sind: Jumeirah setzt den Fuss nach Frankfurt, Maritim Hotels nach China, und Martin Smura hat als Eigentümer-Vertreter angeblich keinen Fuss mehr im Hotel Adlon Kempinski drin.
Nächste Woche wird Susanne Stauss Sie an dieser Stelle begrüssen; ich werde in Dubai beim "Arabian Travel Market" sein und schauen, was vom Märchenland noch übrig geblieben ist.
Ihre Maria Pütz-Willems
Chefredakteurin
Fragen? maria@hospitalityInside.com

Liebe Insider,
jetzt gibt es auch das "gläserne" Hotel - zumindest hat das neue Haus in Schweden viel Glas verwendet…. Weniger transparent scheint das Thema "Employer Branding" für die Branche zu sein. Schon oft haben Hotelchefs in Diskussionen betont, sich angesichts der drohenden Mitarbeiter-Not besser profilieren zu wollen - doch umgesetzt haben das bisher wohl überwiegend Arbeitgeber anderer Branchen.
Es ist immer wieder überraschend, wer alles in Deutschland und Europa expandieren will. So auch die IBB Hotels, heute vorgestellt in unserer Reihe "Kleine Ketten". Die "Kleinen" werden nicht die grossen Deals machen, die sich beim Thema Residences erwarten lassen. Das dieses Geschäft aber durchaus seine Tücken hat, diskutierte eine hochkarätige Runde beim der vierten Hotelkonferenz "ITB Hospitality Day" in Berlin. Viele Investoren/Entwickler erkennen nicht, dass Residences in Verbindung mit Hotelmarken ein eindeutiges Konzept brauchen: Lifestyle oder Immobilien.
Bis letzten Dienstag hatte Hilton auch ein Konzept für seine Lifestyle-Marke Denizen. Jetzt sind die Denizen-Team-Mitglieder suspendiert, weil sie der Firmenspionage verdächtigt werden. Starwood hat Hilton verklagt. Eine filmreife Story! Ganz im Stillen haben sich Falkensteiner und Geschäftsführer Edgar van Ommen getrennt. Und das Grand Hotel Heiligendamm hat einen neuen General Manager. Dunkle Wolken ziehen zudem beim Dolder Grand in Zürich auf.
Viele weitere interessante News heute! Viel Spass beim Lesen!
Ihre Maria Pütz-Willems
Chefredakteurin
Ihre Meinung? maria@hospitalityInside.com

das Internet vergisst nichts - auch nicht die Fehltritte junger Menschen, die sich später bewerben und von surfenden Personalmanagern "geoutet" werden. Findige Suchmaschinen helfen ihnen dabei. Doch längst nicht jedes Unternehmen checkt seine Bewerber online. Ihnen ist das nicht seriös genug. Der Trend aber ist da.
In den Trend "Zurück zu den Wurzeln!" passt auch die neue Marketingkampagne der Design Hotels: Per Video und Buch stellen sie "Originale" vor - Menschen, die Hotels machen und wieder beleben. Mit Esprit und Phantasie. "Made by Originals" hört sich nicht nur originell an, sondern ist es auch.
Analytisch geht Siemens Hospitality mit einem Zeitgeist-Thema ganz anderer Art um: mit der integrativen Planung. Siemens-Manager Michael Hartmann erläutert heute, im zweiten Teil seines Gastbeitrags für hospitalityInside.com, wie man eine nahtlose Wertschöpfungskette zwischen allenBau-Beteiligten herstellen kann. Das aber erfordert Umdenken. Aber ist Um- und Neu-Denken nicht das Wesen des neuen Zeitgeists?
Umdenken sollten auch die Jungakademiker heute, die in die Hospitality-Branche streben. Ihre Job-Vorstellungen müssen sie dem Markt anpassen, da ist Flexibilität gefragt. Die Talk- und Fragerunde zum Thema "Talent Management" während der Hotelkonferenz "ITB Hospitality Day" 2009 rangen den beiden Experten auf dem Podium klare Aussagen ab.
Marriott hat eine neue Europa-Chefin, das Gstaad Palace in der Schweiz seine eigene Fernwärme, Taj eine neue Hotelmarke und Emirates Hotels bald ein neues Öko-Resort auf dem fünften Kontinent.
Die Alumni und Freunde der Cornell Hotel Society sehen sich hoffentlich beim grossen Cornell Regional Meeting des europäischen Chapters in Berlin? Kurzfristige Anmeldungen für das spannende Programm sind noch möglich.
Eine gute Woche wünscht Ihnen
Ihre Maria Pütz-Willems
Chefredakteurin
Fragen? maria@hospitalityInside.com

Hanns Kennedie spielt gerade Verstecken - und das, obwohl sein Umfeld sagt, die angemeldete Insolvenz letzte Woche würde per Fusion demnächst ausgestanden sein. Warum versteckt sich der Golden Tulip-CEO dann? Weil wir nicht mit ihm reden konnten, haben wir seine Geschäftspartner gefragt. Diese kennen und nennen Details. Krisen-PR beherrschen leider die wenigsten Hotelmanager: Beharrliches Schweigen vergrössert den Schaden nur noch.
Wir haben nach der Golden Tulip-Misere das Thema Franchise weiter beleuchtet und die grossen Franchisegeber Accor, Choice und Best Western gefragt, wie sie sich gegen schwache Franchisenehmer absichern. Deren Prüfung auf Herz und Nieren allerdings fällt mehr oder weniger gründlich aus.
Die Krise bereitet Probleme - Panik aber ist nicht angesagt. Erfrischend konstruktiv und pragmatisch war die Talkrunde über "Reaktionen in der Rezession" während des "Hospitality Day" an der ITB Berlin. Lesen Sie, was Top-Hotelchefs und ein Berater an Lösungen und Logik parat haben.
Natürlich muss auch Mövenpick Umsätze steigern - erst recht in der Krise. Mövenpick-CEO Jean-Gabriel Pérès macht daraus keinen Hehl. Trotzdem forciert er energisch die Stärken - und diese liegen eindeutig im regionalen Knowhow der deutsch-schweizerischen Gruppe, die gerade dabei ist, "über den Ozean zu segeln".
Den Marktwert der österreichischen Kette Vienna International versucht offenbar gerade die Warimpex auszuloten. Nur mühsam kann VI-Chef Rudolf Tucek Markt-"Gerüchte" entkräften. Und die russische Kette Azimut lernt gerade, dass ihre eigenen Vorstellungen im deutschen Markt nicht immer so durchsetzbar sind. Ihr Geschäftsführer in Berlin hat gekündigt.
Schöne Ostern! Bis nächsten Freitag,
Ihre Maria Pütz-Willems
Chefredakteurin
Ihre Meinung? maria@hospitalityInside.com

vor zwei Tagen hat sich Golden Tulip freiwillig in die Insolvenzverwaltung begeben. Neue Investoren sind wohl in Sicht. Wie stark alle 780 Hotels betroffen sind, war so schnell nicht zu erfahren. Mehr nächste Woche.
Ansonsten ist diese Ausgabe beinahe eine spanische... Sol Meliá gehört zu jenen Gesellschaften, die nicht so intensiv kommunizieren wie beispielsweise amerikanische, aber immer wieder durch neue Ansätze verblüffen. Weil man das Meliá-Management selten in Deutschland zu sehen bekommt, ist meine Kollegin Susanne Stauss letzte Woche nach Sevilla gereist, um einen der beiden "Junior-CEOs", Gabriel Escarrer Jaume, zu interviewen. Ich hatte mich schon vor Monaten mit Meliá-Managern im Headquarter auf Mallorca getroffen. Sitzt man ihnen einmal gegenüber, wissen sie durchaus etwas zu erzählen. Und deshalb widmen wir heute einmal zwei Artikel der globalen Strategie der grössten spanischen Gruppe, die ihre Pläne knapp zwei Jahre nach ihrer Einführung - unter dem Einfluss der aktuellen Krise - anpassen muss. Von den deutschen Innside Premium Hotels sprechen die Spanier mit grossem Respekt - die Übernahme 2007 hat sich als Glücksgriff erwiesen. Umso unverständlicher bleibt, dass die Kette in Deutschland als Marke bislang kaum wahrgenommen wurde - obwohl sie hierzulande 19 Häuser betreibt.
Die ebenfalls auf Mallorca beheimateten Franklyn Hotels waren auch einmal mit Sol Meliá verbandelt - als sie noch Stein Hotels hiessen. Jetzt weht aber auch hier ein neuer, internationaler Wind. Derzeit zählt Franklyn nur 13 Boutique-Hotels - einige davon noch keine 10 Zimmer gross -, doch Geld verdienen sie wie die Grossen. Mit asiatischer und arabischer Finanzpower im Rücken wollen sie jetzt auch quantitativ wachsen.
Ob und wann Wachstum die Nachhaltigkeit gefährdet, war ein Aspekt der Talkrunde über "Integrierte Resorts" während der Hotelkonferenz "ITB Hospitality Day". Unser Mitarbeiter Guy Dittrich schildert Stimmung und Sachverhalt: Für den einen sind solche Mega-Resorts in Las Vegas, Singapur oder Macau der Schlüssel zum Profit, für andere das Tor zu einer besseren, nachhaltigen Welt. Welche Argumentation zieht mehr? Ausschnitte aus dieser ITB-Session können Sie übrigens auch in einem Video-Mitschnitt auf der ITB-Kongress-Website sehen - unter diesem Link.
Und dazu noch ein paar bunte Meldungen, wie immer! Viel Spass beim Lesen.
Ihre Maria Pütz-Willems
Chefredakteurin
Ihre Meinung? maria@hospitalityInside.com

die aktuellen Spar-Zeiten werden der Budget-Hotellerie noch weiter Auftrieb geben. Wie kaum ein anderes Segment sonnt sich dieses in der Gunst von Investoren, Betreibern und Gästen! Hinter dem Boom stehen jedoch modifizierte Konzepte und Vorstellungen. PKF hotelexperts München hat - mit Unterstützung von hospitalityInside.com - in einem 65 Seiten starken Report über "Budget-Hotels in Deutschland" Marken, Modelle und Finanzierung hinterfragt. Unser heutiger Artikel spiegelt die Kern-Aussagen des Reports; das Interview mit PKF hotelexperts zeigt, was Sie im Report erwartet. Der Report ist ab sofort in Deutsch und Englisch erhältlich.
Der Reisende wird immer mobiler, und deshalb offeriert jetzt auch Deutschlands grösstes Hotel-Online-Buchungsportal "Internet to go!". Jetzt sind die HRS-Hotels auch von jedem Blackberry und iPhone zu buchen.
"Der Gast bringt seine Technologie heute mit," haben denn auch folgerichtig die CEOs von InterConti, Marriott, Jumeirah und Worldhotels erkannt. Sie sehen deshalb künftig von der Hightech-Aufrüstung im Zimmer ab und werden diese wieder "menschlicher" gestalten. Beim "CEO-Panel" während des vierten "ITB Hospitality Day" in Berlin äusserten sich die Hotelmanager auch zu Marken, Immobilien, der Krise und den künftigen Rahmenbedingungen des Geschäfts. Lesen Sie es im Detail! Einen Video-Zusammenschnitt dieser Talkrunde gibt es übrigens unter diesem Link.
Es war ja fast zu erwarten: Angesichts der Wirtschaftskrise legen Amerikaner nun einen Fonds für notleidende Hotels in Europa auf. Sie dürfen sich beteiligen!
Von diesem Fonds wird hoffentlich nicht das Dolder Grand in Zürich aufgesaugt werden. Das Nobel-Hotel mit dem umstrittenen Design hat in der Schweiz gerade wieder für Schlagzeilen gesorgt. Jetzt geht es um die Finanzierung.
Kräfte bündeln bleibt das Motto: So bündeln erstmals die österreichischen Länder ihre Tourismusgelder, um sich "die Urlaubsdeutschen" zurückzuholen. Und im Hintergrund möchten auf europäischer Ebene die Deutschen, Österreicher und Schweizer ihre Hotelsterne weiter gemeinsam verfeinern und anpassen. Sicherlich eine ebenso gute wie notwendige Aktion, denn die Grenzen zwischen Hotels und anderen Beherbergungsformen wie den Serviced Apartments werden immer fliessender. Denen geht's übrigens gut - sie kamen in Deutschland letztes Jahr auf über 80% Auslastung.
Ach ja, schalten Sie alle morgen, Samstag, bitte um 20.30 Uhr das Licht aus. "Earth Vote" ist angesagt. Vergessen Sie aber nicht, es wieder anzuschalten. Die Welt braucht "Erleuchtung".
Ihre Maria Pütz-Willems
Chefredakteurin
Ihre Meinung? maria@hospitalityInside.com

die globale Wirtschaftskrise ist "mensch-gemacht", und deshalb mochte auf IHIF und ITB niemand mit ausgestrecktem Finger anderen Schuld zuweisen. Wenn die aktuelle Situation einen positiven Effekt hat, dann war dieser letzte Woche in Berlin zu spüren: Die Touristiker und Investment-Experten werden wieder etwas bescheidener - und machen wieder mehr in Markt als in Marketing. Ein Indiz dafür war auch, dass die Branchen-Führer sich nicht schlauer zeigten als jene, die an den Ständen, vor und nach den Konferenzen diskutierten.
Wir fassen für Sie heute die Aussagen und Stimmungen des IHIF und der ITB zusammen; ab nächster Woche beginnen wir mit der schrittweisen, ausführlichen Zusammenfassung der einzelnen Talkrunden auf dem erneut sehr erfolgreichen "Hospitality Day". Er zog mehr Besucher an als im Vorjahr und noch hochkarätigere Persönlichkeiten auf dem Podium: 17 von 28 Panelisten waren Firmeninhaber, Geschäftsführer oder Vorstände.
Etwas ausführlicher widmen wir uns heute der neuen Hilton-Lifestyle-Marke "Denizen", die mit viel Geräusch vorgestellt wurde, aber für Insider noch viele Fragen offen lässt.
Zur Abrundung der Top-Events in Berlin heute auch eine Zusammenfassung der jüngsten Marktstudien internationaler Beratungsgesellschaften.
Die Einzelmeldungen spiegeln ebenfalls den neuen alten Geist der ITB: Seit Jahren sprechen die Hotelgruppen nicht mehr nur überZahlen, sondern forcieren wieder stärker die Inhalte. Notgedrungen, wie sich im Detail zeigt: Jetzt gilt es, mit pfiffigen Ideen der Krise zu trotzen. Gerd Ripp, pfiffiger Romantik-Hotelier von Schloss Rheinfels in Goar, sammelt und veröffentlicht auf seiner neuen, leider nur deutschsprachigen Website www.wir-trotzen-der-krise.de übrigens kreative Vorschäge für die Hotellerie.
Bis nächste Woche,
Ihre Maria Pütz-Willems
Chefredakteurin
Ihre Meinung? maria@hospitalityInside.com
