HI+Aktienkurs-Entwicklung der Woche 25/11/2021 - 01/12/2021
Veränderung zur Vorwoche in %

Quelle: Reuters
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Berlin. Fünf Wochen ist es her, dass der deutsche Wirtschaftsminister Peter Altmaier ankündigte, man werde für das Gastgewerbe einen weiteren Nothilfe-Fonds aufsetzen. Seitdem wiederholt auch der Dehoga immer wieder hoffnungsvoll, dass dieser Fonds geplant sein; passiert ist aber noch nichts bis gestern Abend. Unterdessen greifen Virologen immer wieder die Gastronomie an. Motel One-Gründer Dieter Müller lenkt derweil den Fokus auf die Bekämpfung der unausweichlichen Rezession und schlägt einen "Marshallplan" vor.
Berlin. So sehr sich deutsche Hoteliers und die Verbände bisher über die schnellen Finanzierungsbeschlüsse der Bundesregierung nach Corona gefreut haben, so sehr ärgern sie sich darüber, dass die Politiker nicht verstehen wollen, wie sich Hotels finanzieren. Der Ärger über die KfW-Konditionen ist gross. Eine Pleitewelle rückt näher. Die Branche verliert derzeit wöchentlich ca. 750 Millionen Euro Umsatz.
Wiesbaden. Zehn Jahre lang und noch bis vor wenigen Wochen verkündeten Hotelgruppen pralle Pipelines und Investoren lobten die hohe Professionalität ihrer Betreiber sowie ihres eigenen Hotelimmobilien-Kompetenzteams. Jetzt aber stellt sich die Frage, was die vielbeschworene Partnerschaft der Parteien angesichts Corona noch wert ist.
Düsseldorf. Die Corona-Staatshilfen sind in Deutschland bewilligt, trotz-dem könnten die Milliarden für die Hotellerie zu spät gekommen: Es gibt Schwierig-keiten wegen der KfW-Haftung und dem horrenden Verwaltungsaufwand. Select Hotel Advisory Services hat deshalb alle Fördermittel in den 16 Bundesländern aktuell zusammengestellt, samt Kontakt-Links und kommentiert die aktuelle Situation.
München. Immobilien-Leasing ist eine Finanzierungsform, die in der Wirtschaft seit langem Usus ist. Langsam kommt sie auch in der Immobilien-Branche und damit in der Hotellerie in den Fokus, ist sie doch mit ihren verschiedenen Varianten eine interessante Alternative gerade für Hotelgesellschaften, die schnell expandieren wollen. Nicht geeignet ist sie für Hotel-Unternehmen, die auf steuerliche Vorteile und positive Bilanzkennziffern hoffen.
London. Die Financial Times berichtete am vergangenen Wochenende über die Billionen von Dollar, die bisher aufgrund des Ausbruchs der Coronavirus-Krankheit 2019 vernichtet wurden. Laut der Zeitung sind die Aktien von Hospitality-Unternehmen besonders betroffen, da sie im Vergleich zur letzten Woche in Europa um 19% gefallen seien – einer der stärksten Rückgänge für den Sektor seit den Terroranschlägen von 9/11.
Brüssel. Die spanische Hotelgruppe Meliá muss 6,67 Millionen Euro an die Europäische Kommission zahlen, weil sie restriktive Klauseln in ihre Verträge mit Reiseveranstaltern aufgenommen hatte.
London. Laut dem jährlichen "European Hotel Valuation Index" legten die Hotelwerte in Europa im vergangenen Jahr um weitere 3% zu, was Wachstum im dritten Jahr für den europäischen Hotelsektor bedeutet.
Wiesbaden. Der demographische Wandel und die nach wie vor ungebrochene globale Reiselust haben die Scheu der Investoren vor Betreiber-Immobilien wie Hotels, Pflegeheimen und Serviced Apartments in Deutschland in den vergangenen Jahren deutlich reduziert. Auch die teils dem Wohnungsmarkt zugeordneten Mikro-Apartments boomen. Doch welcher dieser Immobilientypen steht aktuell am höchsten in der Investoren-Gunst und weshalb? hospitalityInside.com begab sich auf die Spurensuche.
Rimini. Inzwischen bieten sich unzählige Möglichkeiten: In Italien erreichten die Transaktionen von Hotel-Immobilien die erwartete 2-Milliarden-Euro-Schwelle in der ersten Jahreshälfte 2019, was 42% des gesamten Transaktionswerts im Immobilien-Markt entsprach. Der Appetit auf Hotel-Assets ist nach wie vor gross, aber die Investoren schrecken weiterhin vor Italien zurück. Daran ist nicht der schlechte rechtliche Ruf schuld, sondern der besonders altmodische Gesetzesrahmen der Pacht- und Management-Verträge. Experten äussern ihre Bedenken, Rechtsexperten erklären die Hintergründe.