HI+Aktienkurs-Entwicklung der Woche 20/02/20 - 26/02/20
Veränderung zur Vorwoche in %.


Bern. Die Entkoppelung des Franken an den Euro am 15. Januar 2015 machte die ohnehin schon teure Schweiz über Nacht nochmals um 20 Prozent teurer. Diese Massnahme wirbelte nicht nur die Aktien- und Immobilien-Märkte gehörig durcheinander, sondern zieht auch noch Folge-Problematiken mit sich. Die grösste Problematik durch die Entkopplung drückt sich in der Verteuerung der Schweizer Produkte aus, im Rückgang der Touristen und vor allem durch die Währungsspekulation mit dem Franken bei den Fonds. Letzteres hat es in sich - besonders für die geschlossenen Fonds. Aber: Es gibt immer zwei Seiten der Medaille. Beatrix Boutonnet stellt die Auswirkungen auf die Finanz-Branche in den Zusammenhang.
Berlin. Hotels stehen nicht unbedingt auf der Finanzierungliste von Banken. Das bestätigte sich auch in einer Diskussion aus Experten von Hypotheken- und Genossenschaftsbanken, Sparkassen und institutionellen Anlegern in Berlin letzte Woche.
Mailand. Rocco Forte Hotels gab jetzt eine strategische Partnerschaft mit dem in Mailand ansässigen Fondo Strategico Italiano Spa bekannt. Der italienische Staatsfonds investiert etwa 76 Millionen Euro in die britische Hotelgruppe und erhält dafür 23 Prozent ihrer Anteile. Zwar zeigt sich die italienische Hotelvereinigung Confindustria Alberghi überrascht, dass italienisches Geld in ein britisches Unternehmen fliesst, doch Rocco Forte Hotels betont seine feste Absicht, in Italien zu expandieren – aber nicht nur dort. Schon erscheinen die ersten Namen von Städten in den USA und Asien auf dem Business-Plan des Unternehmens.
Köln. Das Dorint Hotel Maison Messmer in Baden-Baden hat diese Woche seine Pacht-Schulden beglichen und bleibt weiter ein Dorint Hotel. Räumungsklage und Zwangsvollstreckung seien damit vom Tisch, erklärte Dirk Iserlohe von der E&P Holding gestern gegenüber hospitalityInside.com.
Dortmund. Der Dortmunder Fondsinitiator Dr. Peters plant erstmals einen Hotel-Spezialfonds für institutionelle Anleger. In seinen Anfängen hatte das Emissionshaus ein paar Hotels finanziert, sich später jedoch auf Schiffe und Flugzeuge konzentriert. Jetzt kehrt es in die Hotelbranche zurück.
Warwick. Laut einer neuen Studie scheuen Unternehmen die Aufnahme neuer Schulden, wenn ihr CEO mit Aktienoptionen bezahlt wird.
Wien/New York. Im bekannten Rhythmus ist es nach acht Jahren wieder soweit: Die American Hotel & Lodging Association hat die neue Evolutionsstufe des "Uniform System of Accounts for the Lodging Industry" vorgestellt. Es ist die 11. überarbeitete Version seit der Erstausgabe im Jahr 1926. Während sich auf den ersten Blick nichts Wesentliches in der Struktur des P&L und dem Standard-Reporting ändert, sind die Anpassungen im Detail beachtenswert und berücksichtigen die Veränderungen der Hotelindustrie in der letzten Dekade. "Globalisierung" ist hier das Schlagwort. Michael Regner, Partner der Beratungsgesellschaft MRP hotels in Wien, erläutert in diesem Gastbeitrag heute den aktuellen Stand.
Doha. Katara Hospitality schliesst sich mit der InterContinental Hotels Group zusammen, um fünf Hotel-Ikonen in wichtigen europäischen Städten erneut im alten Glanz erstrahlen zu lassen.
Davos. Die Insolvenz rund um das InterContinental Davos hat erste Konsequenzen: Lucas Meier, Fondsmanager des Credit Suisse Real Estate Fund Hospitality, hat seinen Hut genommen. Wie die Credit Suisse Real Estate Asset Management, die für die Immobilienfonds und -Anlagestiftungen zuständige Sparte der Schweizer Grossbank, diese Woche am Montag mitteilte, habe sich der seit der Lancierung des CS REF Hospitality im November 2010 für die Geschicke des Fonds verantwortliche Fondsmanager nach rund dreieinhalb Jahren in dieser Funktion "entschieden, die Credit Suisse zu verlassen und eine neue Herausforderung anzunehmen". Am Markt ist von einem "Bauernopfer" die Rede – zu viele Fragen bleiben unbeantwortet.
Davos. Nur sechs Monate nach der Hotel-Eröffnung ist die Pächterin des InterContinental Davos insolvent! Welche Profis haben sich hier verrechnet? Hinter dem Prestige-Bau im Nobel-Ski- und Konferenz-Ort stehen so bekannte Namen wie die Credit Suisse und der deutsche Entwickler Feuring. Hotel-Experten wie Fred Hürst verstehen die Zusammenhänge nicht mehr.