HI+Aktienkurs-Entwicklung der Woche 15/12/17 - 21/12/17
Veränderungen zur Vorwoche in %.


Quelle: Faktiva / powered by HVS EMEA Enews

Augsburg. Das Gros der Umsätze in der deutschen Hotellerie erwirtschaften die Ketten, die Struktur der deutschen Hotellandschaft aber bleibt mittelständisch strukturiert. Da die Zeiten härter und die Margen immer kleiner werden, stellt sich die Frage: Lassen die Banken die kleinen und mittleren Unternehmen noch am Leben - und wenn ja, wie lange noch? Die Beratungsgesellschaften der Hotellerie haben dazu zwei extreme Kern-Trends identifiziert - und jede Menge Herausforderungen. Eine Insolvenz-Welle sehen die meisten jedoch nicht heranrollen.
Berlin. Viel Grund zur Freude über ihre Beteiligung am Berliner Nobelhotel Adlon hatten die Anleger des Fundus Fonds 31 bisher wohl kaum. Doch der Versuch, das Ruder durch einen Austausch der Fonds-Leitung herum zu reissen, scheiterte: Vergangenen Freitag, 26. August, wurde Anno August Jagdfeld, Geschäftsführer des Adlon-Fonds, in seinem Amt bestätigt.
Berlin. Der Hotel-Projekt-Entwickler HOPAG Hotel Property AG, Berlin, plant den ersten deutschen Hotel-REIT. Er hat sein Grundkapital mächtig erhöht und bereitet so seinen Börsengang vor. Das gab das Unternehmen bekannt.
München. Durch die Finanzkrise wurden die Finanzierungsbedingungen für Hotels spürbar härter. Inzwischen aber haben sich die Konjunktur und die Ergebnisse der meisten Hotels gut erholt. Trotzdem stellen Hotelberater wie Hoteliers fest: Es bleibt zäh. Vor allem Franchise-Systeme und Privat-Hoteliers haben zu kämpfen. Teilweise trennen sich Banken auch pauschal von Objekten - und bringen damit gute Konzepte ins Abseits. Österreichische Banken zeigen sich aufgeschlossener. Nach der Sicht der Kreditgeber letzte Woche heute: die Sicht der Hotel-Berater und Hoteliers.
München. Durch die Finanzkrise wurden die Finanzierungsbedingungen für Hotels spürbar härter. Inzwischen aber haben sich die Konjunktur und die Ergebnisse der meisten Hotels gut erholt. Auf Banken-Seite herrscht aber weiterhin ein hohes Sicherheitsdenken vor. Neue Regularien wie Basel III zwingen die Institute zu noch sorgfältigerer Auswahl bei der Kredit-Vergabe. Eigenkapital-schwache Hoteliers und Projekt-Entwickler gehen dabei oft leer aus. Oft bleibt ihnen nur noch der Verkauf. Der kann derzeit zwar günstig sein, sehen viele internationale Investoren Deutschland doch als sicheren Hafen. Doch es stellt sich auch zunehmend die Frage, welchen Weg die Hotellerie nimmt, wenn vor allem rendite-orientierte Investoren das Sagen haben. Im ersten Teil heute: Die Sicht der Kreditgeber.
Düren. Ungewöhnlich offen und intensiv führt Anno August Jagdfeld derzeit den Machtkampf um seinen Part im Hotel Adlon Berlin. Dazu setzt er auf Krisen-PR gegenüber Anlegern und Presse wie aus dem Lehrbuch. Und so bietet er im Vorfeld der entscheidenden Gesellschafter-Versammlung am 26. August freigiebig Informationen an.
Düren. "Erfolgreich mit Premium-Immobilien: Sicherheit, Rentabilität und Wertzuwachs". Dieser Slogan prangt in dicken Lettern ganz oben auf der Homepage der Dürener Fundus Gruppe. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben fünf Milliarden Euro Investitionsvolumen von 56.000 Anlegern eingesammelt und damit mehr als 800 Projekte realisiert. Doch nicht alle der rund 56.000 Anleger - private und institutionelle Investoren – sind mit ihren Fundus-Investments und Fundus-Chef Anno August Jagdfeld glücklich. Obwohl sie hohe Summen einzahlten, scheint es bei Fundus immer irgendwo an Geld zu fehlen. Im Grandhotel Heiligendamm soll ein neuer Direktor es richten. Über dem Hotel Adlon Berlin braut sich unterdessen ein Orkan zusammen: Auf der nächsten General-Versammlung möchten Adlon-Anleger Jagdfeld nun aus der Geschäftsführung des Fundus Fonds 31 wählen. Das wäre Jagdfelds Zusammenbruch. Deshalb ist jetzt ein heftiger, teils öffentlicher Kampf zwischen Jagdfeld und der Schutzgemeinschaft der Adlon-Anleger entbrannt.
München. Kontinuität und Normalität sehen anders aus: Nach der für viele doch überraschenden und in jedem Fall flotten Kündigung der Management-Verträge waren Ende März die InterContinental Hotel-Schilder an drei deutschen Häusern in Berlin, Düsseldorf und Köln abgeschraubt und zeitgleich die Dorint-Fahnen aufgezogen worden. Zwei Monate später - nachdem sich auch so manche andere Betreiber-Gesellschaft eine Chance ausgerechnet hatte - prangte dann doch wieder das InterConti-Logo auf den Häusern in Berlin und Düsseldorf. Zurück bleiben massenhaft Gerüchte und einige Rätsel. Denn letztendlich beruht das ganze Vor und Zurück auf dem "guten alten" deutschen Pacht-Vertrag - obwohl auch noch ein Management-Vertrag mit im Spiel war. Da fragt sich nicht nur Jones Lang LaSalle Hotels: "Was ist ein Pacht-Vertrag eigentlich wert?" Eine Antwort darauf versuchen Christoph Härle, Managing Director, und Ursula Kriegl, Executive Vice President Germany, von JLL Hotels zu geben.
Frankfurt/M. In einer weltweiten Studie unter Chief Financial Officers zeigen sich Deutschlands Finanzverantwortliche besonders zuversichtlich, was die Aussichten für das Wirtschaftswachstum im eigenen Land betrifft. Sie rechnen mit einem deutlich früheren und grösseren Wachstum als ihre Kollegen. Ein Blick über den Tellerrand.
Dubai. "Sie können sich gar nicht vorstellen, wie schlimm es war”, erklärte Joe Sita, Präsident von IFA Hotel Investments, kürzlich bei der Arabian Hotel Investment Conference in Dubai. Die Asset Management-Gesellschaft ist Teil der in Kuwait ansässigen IFA Hotels & Resorts, einem Projektentwickler für touristische Mixed Use-Immobilien. Er sprach nicht über die Auswirkungen der Unruhen, von denen die Region in der jüngsten Zeit erschüttert wurde, sondern schilderte detailliert seinen letztjährigen Leidensweg bei dem Versuch, die Finanzierung eines Fairmont Hotels auf Dubais künstlicher Insel Palm Jumeirah zu sichern. Nach wie vor vergeben die Banken Kredite nur zögerlich und somit bleibt auch die Liquiditätslage angespannt, und der Index für Immobilien-Investitionen zeigt noch immer, dass die arabischen Märkte noch immer semi-transparent und unklar sind.