Editorial

Liebe Insider,
die Investoren überschwemmen die Hotellerie: Es gibt viermal so viele Käufer im Markt wie Verkäufer. Zu dieser Feststellung und der jüngsten Investment-Studie von Jones Lang LaSalle Hotels passt die Einschätzung von Asset Managern und Beratern: Die Immobilien wechseln immer schneller den Eigentümer. Dabei kippt nicht immer der Betreiber, aber die Verträge werden häufig angepasst. In deutschen Hotelimmobilien steckt offenbar noch grosses Potential zur Wertsteigerung. Zwei Artikel heute widmen sich Investoren, Investments und Assets.
Um die Wertsteigerung eines Spas geht es allein schon durch die Wahl des richtigen Konzeptes. Wer sich im Wellness-Markt durch Medical Beauty differenzieren will, braucht überzeugende Produkte. Eine Übersicht von 14 Marken - Stichwort "Cosmeneuticals" - soll eine Orientierung geben.
Vor der Qual der Wahl stehen oft auch Privathoteliers, wenn sie sich für eine Marketingkooperation entscheiden sollen. Jetzt werben die Historic Hotels of Europe intensiv um neue Mitglieder - und das gleich in Mengen: Die Gruppe akzeptiert nur Vereinigungen. Um Quantitäten ganz anderer Grössenordnung geht es in Italien: Ihre "alberghi" addieren sich zur viertgrössten Bettenzahl der Welt. Ein statistisches Zahlenspiel.
Tauchen Sie ausserdem ein in die kleinen Meldungen und in unser hospitalityGeflüster. Mal schauen, was sich davon nach den Sommerferien bewahrheitet.
Eine gute Woche wünscht Ihnen
Ihre Maria Pütz-Willems
Chefredakteurin
Fragen? maria@hospitalityInside.com

es wird immer schwieriger, Feriengäste zu begeistern und zu halten. Andernfalls würden die Österreicher kein millionenteures Besucherzentrum im Nationalpark bauen, und Andrea Scherz, Eigentümer des berühmten Gstaad Palace in der Schweiz, würde vermutlich in Champagner baden. Beide Artikel zeigen aus völlig unterschiedlicher Perspektive den Spagat zwischen Innovation und Amortisation. Während die Österreicher auf breiter touristischer Front die Natur als Urlaubspotential entdeckt haben, hat das Palace für schneelose Zeiten keine "Exit"-Strategie.
Schwarzweiss wollen weder die Hoteleinkäufer noch die Hotels ihre gegenseitige Beziehung sehen. Im Gegenteil: Unser Beitrag über Hoteleinkauf heute zeigt, dass der Preis wichtig ist, aber nicht alles bedeutet.
Preislich ins Schwärmen gerät man angesichts der Deloitte-Umfrage in der europäischen Hotellerie. Überall brummt's! Zweistellige RevPar-Zuwächse bestätigen, was in diesen Wochen die grossen Ketten einzeln fürs erste Halbjahr 2007 melden - es geht weiter aufwärts. Auch die aktuellen Zahlen von Hilton, Starwood, Sol Meliá und der Hospitality Allicance heute belegen den Trend.
Zwei interessante Personalien: Rocco Forte hat für sein drittes deutsches Hotel einen GM gefunden, und ein in Deutschland bekannter Ritz-Carlton-Hotelmanager geht nach China.
Eine gute Woche wünscht Ihnen
Ihre Maria Pütz-Willems
Chefredakteurin
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das "Harry Potter-Hotel" in London ist am Mittwoch abgebrannt - kurz bevor es eine 100 Millionen Pfund-Renovierung abgeschlossen hatte .... Hier, im Midland Grand Hotel über St. Pancras, wurden Teile eines Potter-Films gedreht. Blieb da vielleicht ein böser Zauber zurück??? Den wünschen wird dem LSF-Hotel Palmengarten in Offenburg nicht. Es beherbergt während der Deutschland-Tour 2007 im August etliche Profi-Radrennfahrer. Na, hoffentlich finden sie den Weg ohne Doping ....
Partygespräche .... Im Juli feierten viele den Sommer mit zwanglosen Get-togethers. Konkret zur Sache ging's dagegen bei der ersten Hauptversammlung der NewGen AG letzten Montag. In Berlin war es aber offenbar oberstes Ziel, den Aktionären nach den Unruhen der letzten Jahre - der Einbindung und dann erneuten Trennung von Dorint - ein Gefühl von Ruhe und "business as usual" zu vermitteln. Vier Tage zuvor noch musste sich die NewGen AG allerdings noch vor dem Landgericht in Mönchengladbach äussern: Einer der Aktionäre hat die jüngsten Entscheidungen der AG angefochten. Das Urteil wird für den 9. August erwartet. Wie wir seit gestern nachmittag wissen, war dies auch der letzte Auftritt André Witschi, Sprecher des Vorstands der NewGen AG, gewesen. Gestern bestätigte Accor offiziell das Ausscheiden seines Top-Managers.
Neu definieren in der Szene will sich der Varta-Führer: Er schickt jetzt Interviewer aus, um Gäste im Hotel zu befragen. Davon ist nicht jeder Hotelier begeistert. In Dornbirn, Österreich, hat ein Quereinsteiger ein pfiffiges Hotel gebaut und vermarktet es als eine Art Motel. Das bleibt im Ohr hängen. "Ins Auge" geht der Artikel über eine Idee, mit Hotelvideos die Buchungen anzukurbeln .... .
Nicht zu rütteln ist unterdessen an der Positionierung der Luxushotelgruppe Four Seasons. Die neue Präsidentin Kathleen Taylor, Nachfolgerin von Wolf Hengst, hat ein halbes Jahr nach ihrem Amtsantritt mit hospitalityInside.com über die neuen Eigentümer-Strukturen, die Expansion und ihr Markenverständnis gesprochen. Die Kern-Message: Four Seasons bleibt Four Seasons.
Tauchen Sie ein in die vielen grossen und kleinen News, die alle signalisieren: Es gibt keine klassische "Sommerpause" mehr.
Ihre Maria Pütz-Willems
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André Witschi verlässt Accor. Das sind unsere Insider-Informationen. Offiziell will das niemand bestätigen. Aber wir sind ja inside - für Sie. Sichtbar wird es spätestens nächsten Montag werden, bei der Hauptversammlung der NewGen AG in Berlin. Dort müsste Witschi nämlich als Sprecher des Vorstands auftreten. Wir werden berichten....
Die "Heuschrecken" steigen nun auch in die touristische Weiterbildung ein. Die Randnotiz der letzten Woche hat sich zu einem interessanten Thema ausgedehnt - wir sprachen mit den neuen Eigentümern der Internationalen Fachhochschule in Bad Honnef bei Bonn. Die Akquise dieser Privatschule ist lediglich die erste für das Private Equity-Unternehmen aus München.
Kapital wird auch für Park Plaza fliessen - seit letzter Woche ist die Hotelgruppe an der Börse. Susanne Stauss beschreibt deshalb aktuell die Expansionspläne der Gruppe. Auch die Unternehmensberatung Feuring steigt gross in Immobilien-Deals ein - mit Vivico, zwecks Veräusserung brachliegender Bahnflächen.
Für Hotels mit dem finanziellen Rückhalt ausländischer Investoren ist noch viel Platz in Deutschland, vor allem in der Ferienhotellerie, meint Martina Fidlschuster von der Hotour in Frankfurt. Ihre Beratungsgesellschaft hat seit zehn Jahren die Entwicklung in den hiesigen Urlaubsdestinationen beobachtet und bewertet deutsche Ferienhotels als lukrative Nische! Werfen Sie einen Blick in diese interessante Analyse.
Ferienhotels nein, Nische ja - dafür hat sich das Gesundheitszentrum meerSinn auf der Insel Rügen entschieden. Es wandte sich letzten November vom klassischen Ferienhotelkonzept mit Wellness ab und einer neuen, in Deutschland bislang einzigartigen, weil konsequenten Gesundheitsphilosophie zu. Hier darf nur Urlaub machen, wer gesund werden will. Der Anfang ist schwer, der Glaube stark. Es ist aber ein Beispiel mehr, wie der schwammige Begriff "Medical Wellness" seriös und professionell umgesetzt werden kann.
Der Glaube ans Seriöse fehlt einem noch, wenn man von den Multi-Millionen- und Multi-Hotel-Plänen von Beberbeck hört... Fünf Hotels in der Provinz? Eine Interessensbekundung von Kempinski - und schon sieht sich ein Bürgermeister als kommunaler Segensbringer. Das wird vermutlich eine Episode werden aus der Serie "Wie sich Politiker ein Denkmal setzen....".
In Villach, Kärnten/Österreich, ist der in Deutschland umstrittene, frühere Dorint-Vorstand Alfred Weiss jetzt offiziell wieder aufgetaucht. Er wird dort ein neues Holiday Inn führen....
Genug der bedeutungsvollen Pünktchen - bilden Sie sich bitte selbst Ihr Urteil.
Ihre Maria Pütz-Willems
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eine personalien-lastige Ausgabe erwartet Sie: Topmanager wandern weiter oder ab - Jennie Chua von Raffles zu Ascott, Martin Elsner von München nach Rom, Natale Rusconi vom Cipriani in den Ruhestand. Und es tauchen noch mehr neue Namen auf - auch in neuen Märkten: Shangri-La hat sich ein Filetstück in Wien gesichert, InterConti will am Dresden-Boom partizipieren. Und Park Plaza will hoch hinaus in der Finanzwelt: Der Börsengang steht offenbar kurz bevor.
In Deutschland hält sich seit wenigen Tagen ein Gerücht um Top-Manager André Witschi von Accor. Doch lesen Sie selbst.
Ein gesundes Verhältnis sollte jeder zu seiner eigenen Gesundheit haben. Neue Studienergebnisse könnten jetzt sogar ein paar Hotels in den Alpen "gesunden" lassen: Kurzurlaub in den Bergen ist jetzt nämlich nachweislich gesund! Damit sollten Sie, liebe Berg-Hoteliers, Ihre Angebote nun endgültig auf einen gesunden Kurs bringen!
Nun, ein gesundes kritisches Verhältnis sollten Hoteliers auch beim Inhalieren von Hotelbewertungen im Internet nicht aufgeben: Je mehr Reisende/Gäste ihr Hotel beurteilen, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass nicht nur Negatives drin stehen wird. Unsere eigenen Recherchen und zwei Diskussionsrunden zum Thema Online-Hotelbewertungsportale jedenfalls haben gezeigt: Auch die Anbieter haben ihre Probleme. Ein Hotelvertreter schaffte es sogar, bei einem Test einen Anbieter zu manipulieren. Vertiefen Sie sich in dieses spannende Sujet, samt Tabellen und Hotel-Umfrage. Damit Sie entspannt wieder ausatmen können.
Steigenberger holte gerade tief Luft und entschied sich gegen den Vertriebspartner Worldhotels und für Pegasus. Damit verliert Worldhotels sein stärkstes Mitglied. Lindner sucht noch mehr Partner - nicht nur auf der klassischen operativen Ebene, sondern auch als Knowhow-Geber für notleidende Privathotels. Die Betreibergesellschaft profiliert sich zunehmend als Sanierer.
Einer Art Korrektur unterziehen sich gerade auch die 4 Sterne-Marken von Accor. Unser Österreich-Korrespondent Fred Fettner erfuhr in Paris einiges über neue Marken und noch mehr geplante Submarken - auch im 5 Sterne-Segment. Angesichts so vieler Nuancen kommt einmal mehr der Verdacht auf, dass Accor langsam, aber sicher von seinem Konzept als Createur standardisierter Markenprofile abweicht. Etablierte Marken jedenfalls liegen jetzt unter dem Messer.
Ihre Maria Pütz-Willems
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was kommt nach dem Hilton-Deal und wer zahlt für eine Hotelgruppe mehr als 26 Milliarden Dollar? Insider meinen: Die Company eignet sich perfekt zur Zerschlagung, trotz aller Blackstone-Beteuerungen. Es wird sicher auch künftig findige Geister und Konzepte geben, um die Werte innerhalb der Gesellschaft für noch mehr Geld zu veräussern. So funktioniert eben Gewinnmaximierung. Marriott befand sich seit langem in der Gerüchteküche, Hilton hat es "über Nacht" getroffen. Blackstone ist jetzt die unangefochtene Heuschrecke Nr. 1 in der Hotelbranche. Aber das Vertrauen fehlt, um dieses Unternehmen auf ein Niveau mit Prinz Al-Waleed und seinen strategischen Investments zu bringen. Die Hilton-Aktionäre können sich jedenfalls die Hände reiben.
Befreiungsschläge waren diese Woche offenbar an der Tagesordnung. Eric Lassiaille hat sich ohne Zweifel in den letzten Jahren um die Dorint Resorts verdient gemacht, zieht sich aber jetzt zurück. Elke Schade, nun alleinige Geschäftsführerin der Neuen Dorint GmbH, wird die Gruppe mit dem grossen alten Namen und den vielen Sorgen nun alleine auf Kurs bringen. Diskussionen in der Unternehmensführung sind erst einmal ausgeräumt.
Etwas mehr Ruhe scheint in die Struktur der Falkensteiner Hotelgruppe hineingekommen zu sein. Geschäftsführer Edgar van Ommen sagte ganz ehrlich am Rande aller offiziellen Empfänge: Die Gruppe muss glaubwürdig werden! Sie scheint auf einem guten Weg zu sein. Vor einem Jahr noch äusserte sie sich nicht so offen zu Zahlen, Schwächen und Schwierigkeiten.
Weniger "prickelnd", aber strategisch ebenso hochinteressant unser Beitrag mit den Top-Bossen der Mövenpick Holding und der Mövenpick-Hotelgruppe sowie der Artikel über die detail-versessene Online-Datenbank eines Frankfurter Unternehmens im Bereich Konferenzen, Tagungen, Incentives. Ferner interessant für die vertriebsorientierten Leser: die Geschichte der Sonnenhotels AG.
Weitere grosse und kleine Nachrichten in der "news"-Spalte.
Ihre Maria Pütz-Willems
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der Aufschwung in Deutschland scheint sich zu stabilisieren, wie unsere Halbjahres-Umfrage unter grossen Hotelgruppen ergab. Auch bei der Tagung des Hotelverbands Deutschland in Travemünde vor zwei Wochen habe ich nur frohgemute Hoteliers getroffen. Trotzdem müssen deutsche Hoteliers weiter kämpfen, z.B. gegen steigende Energiekosten oder haarsträubende Gesetze. Und: Inmitten des Aufschwungs bekommt das Megaproblem der Zukunft langsam Konturen: Die ersten Hotelgesellschaften rufen inzwischen laut nach qualifizierten Mitarbeitern!
Eine positive Zukunft sage ich dem neu eröffneten Gräflichen Park Hotel & Spa in Bad Driburg voraus. Mitten im klassischen Kurort verblüfft es durch enormes Potential: Das Fachwerk-Ensemble verfügt über eine einzigartige Lage, ein historisch-geschmackvolles Ambiente und bereits bestehende Schnittstellen zu Medical Wellness und Sport. Dahinter steht eine agile Unternehmerfamilie mit einer langen Tradition und langfristig angelegten Zielvorstellungen. So feierte die Grafenfamilie am vergangenen Wochenende auch mit berechtigtem Stolz die Wiedereröffnung des Hotels und das 225jährige Bad-Jubiläum.
Einen Einblick in die künftige Strategie der Emirates Hotels and Resorts gibt uns ein weiterer Artikel heute. Auch hier findet man langfristiges Denken und Mut zur Investition. Emirates baut seine nächsten Resorts unter streng umwelt- und naturfreundlichen Gesichtspunkten - und will so andere Entwickler auf Dauer zum Umdenken zwingen.
Umdenken müssen die Planer des schweizerischen Rigi Kaltbad, wo die Pläne für einen neuen Wellnesstempel des Star-Architekten Mario Botta zu scheitern drohen. Und umdenken müssten auch einige Timeshare-Anbieter, sollten die neue EU-Richtlinie 2010 in Kraft treten.
Tauchen Sie auch ein in die Welt der kleinen News, die ebenso Pläne, Erfolge und Enttäuschungen spiegeln. Und beachten Sie bitte heute auch einen neuen Beitrag in unserer Schwester-Website hospitalitySolutions: Micros-Fidelio fördert die Kundenbindung mit einer neuen Software!
Ihre Maria Pütz-Willems
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Liebe Insider,
manche Steigerungen klingen eher nach "fakes", nach Kopien, die dem Original nicht standhalten. Beispiel Medical Wellness: Das würde einige gerne zur "wahren" Wellness stempeln und steigern sich hinein in - nichtssagende Definitionen. In der Praxis kristallisiert sich dabei eine riesige Bandbreite dieses Begriffs heraus. Eine Diskussionsrunde bei der Jahrestagung des Hotelverbands Deutschland war hochkarätig besetzt und brachte nüchterne, echte, "originale" Details an den Tag.
Bei Wellness und Medical Wellness könnte man den Verdacht haben, dass einzelne Zertifizierer die Hoteliers durch teure Siegel über den Tisch ziehen möchten. Beim "7 Sterne"-Zertifizierer muss man das erst recht hinterfragen. Die Schweizer SGS hat eigentlich einen guten Ruf. Ihr Mailänder Büro ist aber gerade dabei, mit seinen 7 Sterne-Erläuterungen eine Riesenverwirrung zu stiften und sich selbst als "fake" zu outen. Eine vewirrende Recherche, ausbalanciert durch die Meinungen der 5 Sterne-Macher.
Horst Schulze, der ehemalige Ritz-Carlton-Präsident, wäre sehr zurückhaltend gewesen bei der Eröffnung seines ersten Capella Hotels in Europa, berichtet unser Österreich-Korrespondent Fred Fettner vom offiziellen Pressewochenende am Wörthersee. Dafür relativierten die Banken erwartete Superlative und superlativeFähigkeiten: Nein, das Haus müsse sich nicht rechnen! Kleine Fehlersuche beim Original. Und bei der Bank: Sie sorgt in diesen Tagen selbst für Schlagzeilen.
Schliesslich kündigte Marriott letzte Woche seine 14. Marke an - wir erfuhren erste Details über Marriott's neue Design-Marke mit Ian Schrager. Dazu jede Menge interessanter Meldungen heute… Original und mit original Details weiter angereichert von hospitalityInside.com.
Den angekündigten Bericht über das Öko-Hotel-Konzept von Emirates lesen Sie nächste Woche.
Ihre Maria Pütz-Willems
Chefredakteurin
Fragen? maria@hospitalityInside.com
Liebe Insider,
das weltweite Ranking einer französischen Beratungsgesellschaft sagt: Nach wie vor ist viel Platz in Europa für Ketten. Das hat easyHotels gleich ernst genommen und am Mittwoch zehn "Super-Budgets" für Deutschland angekündigt. Der quirlige easyGroup-Boss mit seinem Konglomerat aus Billig-Airline, Billig-Kreuzfahrt, Billig-Hotels und vielen anderen Billig-Unternehmen setzt an, den deutschen, gerade vom nobleren Budget-Design geprägten Budget-Begriff auf oranges Plastik-Niveau herabzusetzen. Siehe easyHotels' erstes Exemplar in Basel.
In den Hotelmarkt Deutschland wagt sich eine neue, alte Hotelgruppe hinein: Dorint. Jetzt ist sie - nach Fusions- und Vermarktungsirrwegen mit Accor - wieder "die" Dorint, mit neuem Logo und einem Hotelportfolio, von dem viele sagen, es sei nur Sekundär-Klasse. Aber wer sagt denn, dass man in der zweiten Reihe kein Geld verdienen kann? Die neue Geschäftsführerin der Neuen Dorint GmbH gab am gestrigen Donnerstag ihr Presse-Debut in Köln. Susanne Stauss war für uns dort und berichtet brandaktuell.
Aktuelles können auch wir noch von Heiligendamm berichten, obwohl über den G8-Gipfel dort so viel geschrieben sein worden dürfte wie über kein anderes Event in der vergangenen Woche. GM Martin Kolb zeigte sich trotz 100 Presse-Interviews noch nicht müde und gab beflissen Auskunft über das, was der Weltwirtschaftsgipfel brachte und wie er das künftige Marketing für das gebeutelte Resort an der Ostsee gestalten will. Investor Fundus wird sich zwischen Masse und Klasse entscheiden müssen.
Keine grossen Bedenken gab es für Emirates, als es darum ging, die Zukunft des Wüstenresorts Al Maha in Dubai zu sichern. Der Scheich machte mit und schuf einen Nationalpark um das Resort herum. Damit ist im explodierenden Beton-Moloch Dubai der erste Umwelt-Kontrapunkt gesetzt. Der umweltbewusste Europäer schöpft neue Hoffnung. Für die Emirates Hotels Group ist dies aber nur der Anfang einer konsequenten Öko-Resort-Strategie. Dass man in Dubai durchaus über die Grenzen des eigenen Landes hinaussieht, zeigt das Porträt der IFA-Hotels auf, dessen CEO nicht jedem Medium Rede und Antwort steht.
Ich wünsche Ihnen eine gute Woche.
Ihre Maria Pütz-Willems
Chefredakteurin
Ideen? maria@hospitalityInside.com
Liebe Insider,
Paris Hilton sass diese Woche kurz im Gefängnis, die G8-Gipfelmänner und -damen sitzen bis heute abend für zwei Tage in Heiligendamm an der Ostsee "hinter Gittern". Beide machen indirekt unbezahlbare Werbung für Hotelmarken, und ausnahmsweise wird die "weisse Stadt am Meer" - ein Objekt der deutschen Fondsgesellschaft Fundus unter dem Management von Kempinski - auch einmal gut dafür bezahlt. Eine siebenstellige Summe zahlt die Bundesregierung an Besitzer und Betreiber, wie uns der frühere General Manager Torsten Dressler noch im Januar verriet. Nächste Woche erfahren wir hoffentlich mehr vom amtierenden Hotelchef.
Kempinski bleibt ein Thema für uns heute - mit einer etwas anderen "Würdigung" ihres 110jährigen Firmenjubiläums. Unsere Mitarbeiterin Karin Krentz grub jahrelang aufgehobene Notizen und Internetausdrucke aus und beleuchtet einen weniger bekannten und weniger angenehmen Teil der Kempinski-Geschichte. Bis heute kämpfen Kempinski-Erben um ihren Namen.
Auch Andreas Pflaum schreibt die Geschichte von Pflaums Posthotel Pegnitz fort. Ein deutscher Ausnahme-Hotelier, der mit Hilfe seiner Familie ein fränkisches Provinzhotel zu einem internationalen Magnet machte. Das "PPP" kennen Staatsgäste und der Dalai Lama, Michael Jackson und Simone Beauvoir. Sein 300jähriges feiert Pflaums Posthotel, und es ist mir eine persönliche Freude, einem der kreativsten, innovativsten und trotzdem bodenständigsten deutschen Hoteliers heute einen besonderen Platz einzuräumen - in unserer VIP-Rubrik. Er gehört ganz klar zu den "Very Impressive People" in dieser Branche. Auch, weil er nach dem Zusammenbruch seiner Bank vor vier Jahren in diesen Wochen endlich die Refinanzierung erfolgreich abschliessen konnte. Das 300 Jahre alte PPP setzt jetzt auf Private Equity.
Von Andreas Pflaum hörte ich erstmals den Spruch "Qualität kommt von Quälen" - und so verwundert es nicht, dass er es wieder war, der auf der Suche nach neuen Qualitäten im Hotel dem Begriff des Service-Designs auf die Spur gekommen ist. Was das bedeutet, erläutert eine Professorin für Service-Design aus Köln.
Die Nische ist wieder gefragt, und überzeugende Nischenkonzepte belohnt der Kunde gerne - weil er mehr dafür zu zahlen bereit ist. Ein Schweizer Forschungsinstitut stellt 10 Thesen für den Nischenmarkt auf. - Lesen Sie mehr von den Nischen; unsere News haben es heute in dieser Hinsicht ebenfalls in sich.
Ihre Maria Pütz-Willems
Chefredakteurin
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