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Bad Ischl/Wien. Beim jährlichen Kongress der Österreichischen Hoteliervereinigung letzte Woche dreht sich wieder vieles um den Online-Vertrieb. Seit Januar dürfen Österreichs Hotels ihre Zimmer online günstiger anbieten als über Online-Buchungsplattformen. Doch die Online-Riesen halten die Betriebe – und vor allem die kleinen, privaten – in ihren Fängen. Der Fall der Ratenparität zeigte erste Auswirkungen. Der Fight hat nach wie vor Power: Vermutlich noch Ende 2017 soll die Hälfte aller Hotel-Buchungen online erfolgen.
Las Vegas. Künstliche Intelligenz hält Einzug in die Hotellerie: Das Wynn Las Vegas installiert Amazon Echo in allen Zimmern. Das erste Hotel in Europa, das mit einem stimm-aktivierten Chatbot experimentiert, welcher den Suiten-Gästen zur Verfügung steht, ist das Clarion Amaranten in Stockholm.
Rockville. Die Franchise-Nehmer von Choice Hotels erwarten auch gutes Jahr 2017 und haben sich selbst wieder viel vorgenommen in puncto Renovierung. Wie im Vorjahr wünschen sie sich aber in Sales und Marketing einen kräftigeren Schub.
Amsterdam. Booking.com macht mit Innovationen weiter. Vor ein paar Tagen hat das in den Niederlanden ansässige Unternehmen seine neue Content API für Channel Manager, Content Provider und Property Management-Firmen lanciert. Gleichzeitig nahm es "Booking.com for Travel Agents" in Betrieb.
San Francisco. Nach dem Start von "Airbnb Trips" Ende letzter Woche sieht die Zukunft für Hoteliers nicht besser aus. Mit einer neuen App will die Vermietungsplattform "dem Reisen seine Magie zurückgeben" und den Menschen ermöglichen, gegen Geld "Experiences" mit anderen Reisenden zu teilen. Mit seiner Pauschalreise-Richtlinie hat Brüssel es den Hoteliers erschwert, neben ihren Zimmern zusätzliche Services anzubieten, doch mit Trips macht Airbnb jetzt genau das. Es wird interessant zu sehen, ob die Plattform diesmal gleich behandelt wird oder ein weiteres Mal die Gesetze umschiffen kann. Unterdessen legt eine aktuelle Morgan Stanley-Studie offen, dass Airbnb den Zuwachs von Hotel-Umsätzen beinahe um die Hälfte verlangsamen könnte, was Hotels härter träfe als OTAs.
Augsburg. Amerikanische Forscher entlarvten Twitter-User: Sie und ihre Follower lesen nur die sichtbaren Überschriften in Links und teilen diese sofort. Offenbar frei nach dem Motto: Geteilte Dummheit verdoppelt die Beliebtheit.
Köln. HRS bindet künftig externe Partner auf seiner Hotel-Vermittlungsplattform mit ein – sagt allerdings nicht, wie viele es derzeit sind. Für sein Firmenkunden-Segment hat HRS ein neues Logo entwickelt.
Paris. Fast ein Jahr ist es nun her, dass Frankreichs Regierung der Preisparität der OTAs mit ihrem "Macron-Gesetz" ein Ende setzten. Doch es scheint noch ein langer Weg, bis die Hoteliers wieder die volle Kontrolle über ihren Vertrieb erlangen werden. Die OTAs haben nach wie vor viel Macht, doch die Hotel-Vereinigungen wachen darüber, dass sie das Gesetz beachten. Eine von ihnen konnte jetzt ein paar von Booking.coms irreführenden Versprechen in dessen "Charter of Good Practice" aufdecken.
Köln. Über das Hotelportal HRS können Gäste nun per Smartphone in ausgewiesene "HRS Smarthotels" ein- und auschecken – und ihre Übernachtung auch mobil bezahlen. Conichi macht's möglich.
München. Eine Umfrage unter 459 deutschen Hoteliers zeigt: Diese sind überwiegend zufrieden mit OTAs und bereit zur Zusammenarbeit mit diesen. Das Ergebnis widerlegt die landläufig geglaubte Skepsis der Hoteliers gegenüber Internet-Reiseportalen.


