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München. Hacker sind in der Lage, ein Hotel in 20 Minuten zu knacken, Server in 10 Minuten, Check-in-Vorgänge in 15 Minuten. Digitale Angriffe auf Hotels haben von 2015 auf 2016 um 40 Prozent zugenommen und deren Zahl steigt weiter. Die Hotellerie scheint dieses Problem jedoch stark zu unterschätzen: Zu viele Betreiber wissen nicht, wie sie die Bedrohung abwenden und im Fall eines Angriffs reagieren sollen. Und noch schlimmer: Der wahre Schaden ist nicht der Angriff selbst, sondern die Reaktion der Gäste. Sie werden einem "nicht sicheren" Hotel fernbleiben. Beim jüngsten "Hospitality Industry Dialogue", der Hotel-Konferenz der Expo Real, haben Cyber-Experten, Hoteliers und Investoren über eines der heissesten Themen der Branche diskutiert.
Freiburg. Ein Drittel aller Gäste in 5 Sterne-Hotels ist aus Enttäuschung über Zimmer und Service schon einmal in Tränen ausgebrochen, sagt eine aktuelle Befragung. Aber es gibt etliche, auch kuriose Quellen des Ärgers.
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Rom. Italien feiert gerade einen wirklich erfolgreichen Sommer, von einem Niveau wie in Spanien ist man aber immer noch weit entfernt. Ein Bündel von Faktoren hat zur Stärkung der Reise- und Hospitality-Branche beigetragen: Das wiedererwachte Interesse nationaler politischer Institutionen am Tourismus, das wachsende Angebot an Unterkünften und das breite Angebot an touristischen Sehenswürdigkeiten gehören zu den hauptsächlichen Gründen für den Erfolg des Sommers 2017. Zum Teil ist dieser Erfolg auch auf die Auswirkungen geopolitischer Unruhen zurückzuführen – von denen Italien wie auch Spanien profitiert haben. Gleichwohl bleiben Zweifel an der gegenwärtigen Wettbewerbsfähigkeit des italienischen Tourismussystems. Die Details.
Brüssel. Die EU-Datenschutz-Grundverordnung tritt am 25. Mai 2018 in Kraft. Auf alle Unternehmen, die personenbezogene Daten verarbeiten, kommen Änderungen zu, darunter auch auf Hotels, OTAs, Vermietungs-Plattformen, Review-Websites, soziale Medien und Suchmaschinen. Hotel-Ketten müssen mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Datenschutz-Beauftragten ernennen. Carlson Rezidor macht sich bereit, da die Strafzahlungen für Nichteinhaltung bis zu vier Prozent des weltweiten Jahres-Umsatzes der Organisation ausmachen können. Bereiten Sie sich vor!
Hamburg. Ausländische Investoren sind inzwischen sehr engagiert in der deutschen/europäischen Immobilien-Szene und machen ihre Investment-Entscheidungen auch von politischen Entwicklungen abhängig. Dass das Hoch aber noch eine Weile anhält, ist für viele selbstverständlich. Investoren wollen ihren Immobilien-Bestand jetzt noch aufstocken. In Hamburgs Westin Hotel in der Elbphilharmonie traf sich letzte Woche die "Hogan Lovells-Familie", ein trauter Kreis von über 100 Immobilien- und Hotel-Experten. Sie fühlten den Branchen-Puls – eine perfekte Einleitung für die Immobilien- und Investment-Messe Expo Real, die am kommenden Mittwoch in München beginnt. Dort werden sich etliche Themen auf grossem Parket spiegeln.
Bern. Die Schweiz macht beim Verbot der Paritätsklausel Fortschritte. Jetzt hat sich auch der Nationalrat für das Verbot von entsprechenden Knebelverträgen ausgesprochen. Die Tourismusbranche hofft auf eine schnelle Entscheidung des Bundesrats.
Dübendorf/Stuttgart. Die Schweizer SV Group setzt in ihrem Hotel-Segment auf Moxy. Und andere Marriott-Marken. Das war von Anfang an so und soll auch so bleiben, unterstreicht Beat Kuhn, Geschäftsführer der Unternehmenstochter SV Hotel, die eine ganz andere Historie hat. Trotzdem hat die Firma schon seit 1950 Hotels betrieben, international engagiert sie sich erst seit 2004. Letzte Woche eröffnete sie am Stuttgarter Flughafen das erste Moxy, dass ihre Betreiber-Gesellschaft SV Hotel führt. Beat Kuhn glaubt an Moxy, weil er in enger Zusammenarbeit mit Marriott die Chance hat, die Marke weiter mit auszufeilen. Er sieht die eine oder andere Kluft im Konzept langsam verschwinden. Die Story von SV Hotel und ihre Lust auf Moxy.
Paris. Anne Hidalgo, die Bürgermeisterin von Paris, hat mehrmals angekündigt, gegen illegale Vermietung in der Hauptstadt vorgehen zu wollen und das meinte das ernst. Seit Anfang des Jahres hat die Stadt 615.000 Euro an Bussgeldern eingenommen. In Paris hat die Jagd auf Airbnb und illegale Anbieter anderer Plattformen gerade erst begonnen.
Rom. Airbnb möchte die Apartment-Steuer in Höhe von 21 Prozent für Kurzzeit-Vermietung nicht bezahlen, die das italienische Parlament vor kurzem verabschiedet hat. In einer offiziellen Stellungnahme gibt die Online-Plattform gemeinsam mit Homeaway und der italienischen Vereinigung der Immobilien-Makler an, dass es für sie innerhalb so kurzer Zeit "technisch unmöglich ist, die neue Steuer-Regelung umzusetzen".
Paris. Paris ist als eine der erfolgreichsten Airbnb-Destinationen jetzt zur Tat geschritten und hat einige Massnahmen zur Regulierung illegaler Vermietungen getroffen. Ab Dezember 2017 dürfen nur noch offiziell registrierte Unterkünfte von Online-Vermietungsplattformen angeboten werden. Das spezielle Dekret könnte sich als Bremsklotz für Airbnbs Unterbringungsgeschäft erweisen.





