Die Zukunft messen Diskutieren Sie mit 3 Experten beim HITT über das Mega Thema Measurement Teil 1

Die Zukunft messen

Diskutieren Sie mit 3 Experten beim HITT über das Mega-Thema Measurement, Teil 1

Wasser, ein Lebenselement. Den Wasserverbrauch zu messen, ist ein Muss in Hotels, ebenso wie Wasser-Quellen und Flüsse im Tourismus zu schützen.Foto: unsplash svyatoslav romanov

Augsburg/Berlin. Ohne Technologie und Digitalisierung ist der Weg zu Null Emissionen nicht zu schaffen. Der "Pathway to net zero" muss messbar sein, die Tools eine Motivation zum Weitermessen. Nur Daten bescheinigen letztlich den Erfolg und die – positiven – Veränderungen für Unternehmen und Menschen. Deshalb konzentriert sich der HospitalityInside Think Tank in diesem Jahr sehr stark auf das Thema "Measurement". Wie Operator und Investoren dessen Umsetzung in den Griff bekommen, erlätert Florian Huber, der Mitbegründer von EYCarbon. Mit in dieser Runde ist auch der Jurist Dr. Felix Krieglstein von Jung Schleicher Rechtsanwälte in Berlin.

Florian Huber: Measurement in ein Prozess, kein Programm und dient allen Stakeholdern.  Foto: privat  

Den Impuls in der ersten von zwei intensiven Sessions setzt der Transformationsprofi Florian Huber, der unter der EY-Marke EYCarbon Decarbonisierungsberatung treibt. Für ihn ist die künftige Unternehmenskultur technologiegestützt, agil und menschen-fokussiert. In diese neue Realität führen digitale Messinstrumente. Denn es gibt viel zu messen, sehr viel!

Zum Beispiel beim Wasser: Hier denkt Huber nicht nur an die Wassermengen, die Hotels durch regulierende Duschköpfe sparen. Er denkt gleichzeitig an den Hotel-Pool und den Bach im Grundstück und darüber nach, wo das Wasser hinläuft und woher das Frischwasser kommt – und berührt damit bereits themenübergreifend die Biodiversität.

"Measurement ist komplex, deshalb brauchen wir harte Vorgaben!" Damit meint er klare und konkrete Ansagen seitens der Legislative. "Das Gute daran: Es ist ein Prozess und kein Programm", fügt er hinzu. Das sollte jedem die Angst davor nehmen, einfach anzufangen und vor allem die Hotel-Mitarbeiter mit einbeziehen. Kleine gut geschulte Teams können Grosses erreichen.

Absolut positiv ist: Prozesse haben keine Deadline. Und Messdaten helfen, die Massnahmen im Hotelbau wie in der Hotel-Operative von Anfang auf Net Zero auszurichten. Natürlich taucht der ESG-Spezialist in die Vorgaben ein, ebenso aber auch in den Nutzen verfügbarer Systeme, Instrumente und Zertifizierungslabels.

Florian Huber ist Betriebswirt und Jurist und freut sich deshalb auch über einen weiteren Juristen-Kollegen an seiner Seite in dieser HITT-Diskussion: Dr. Felix Krieglstein von der Berliner Anwaltskanzlei Jung & Schleicher. Diese ist seit 20 Jahren auf Hospitality spezialisiert und macht u.a. Transaktionen wie Finanzierungen rechtssicher. Mit der EU Taxonomie fragen inzwischen immer mehr Hotel-Unternehmen wie -Investoren an, welche Schritte man vertraglich absichern kann.

Dr. Felix Krieglstein: Measurement braucht einen klaren juristischen Rahmen.Foto: Jung & Schleicher  

Measurement ist dabei ein wichtiges Feld. Die Tools, die man z.B. zum Messen des Wasserverbrauchs benötigt, sind alle digital und können in ihrer Implementierung nicht trennen zwischen "Daten für den Investor" und "Daten für den Operator". Und wer bezahlt diese Messsysteme überhaupt? Der Hotel-Investor oder der Betreiber? Und was geschieht, wenn Systeme oder Tools nach drei Jahren schon wieder ausgetauscht werden müssen oder ein Update brauchen? Wer trägt dann die Kosten?

Diese Fragen rund um das Thema Measurement sind vermutlich noch banal, weil es letztlich um das Generieren der richtigen Daten geht, durch alle Hotel-Mauern und Hotel-Hierarchien hindurch, bis hinein in die Supply Chain, die Hotel-Nachbarschaft und in die Natur. Umso mehr freuen wir uns auf einen starken Impuls und eine starke Diskussion zwischen den Teilnehmern und Experten.

Zu ihnen gehört in dieser Runde auch noch Malin Lindfors Speace, Gründerin und CEO der skandinavischen Beratungsgesellschaft Ethos. Sie weiss, wie man "Social" misst, wie man Diversität, Gleichheit, Migration, Arbeitsbedingungen und Menschenrechte bewerten kann – und balanciert damit den "harten" Part des Measurements aus. Wir haben Ihnen die sympathische und dynamische Schwedin an dieser Stelle am 21. April vorgestellt.

Dieser Runde schliessen sich dann Best Practices und Anwendungsbeispiele an, gepaart mit einer Analyse der aktuellen Technologie-Szene. Dazu mehr nächste Woche!

 

Das HITT-Plädoyer für Measurement , Teil 1
am Dienstag, 27. Juni 2023, um 10.30 Uhr beim HITT Think Tank

Impuls 4: Practicalities of measurement, management, and control across ESG
Ensure purpose and traction: How is legislation and the UN agenda evolving to determine what needs to be measured to evaluate ESG factors, in particular the EU Taxonomy. How do you measure operational and embedded carbon emissions and – new – social factors, the “S” in ESG?

Florian Huber, Co-Founder and Lead EYCarbon, The EY brand for sustainability, advising companies from strategy to technological and operational transformation.


Dr Felix Krieglstein, Partner, Jung & Schleicher, A German real estate law firm with particular expertise in hotel law, advising national and international hotel chains, investors and operators.

Malin Lindfors Speace, Founder and CEO, Ethos, A Scandinavian hospitality focused consultancy working on upcoming standards and frameworks such as GRI and SASB, the GHG Protocol, and the EU Taxonomy on sustainable finance.

 

Der 6. HospitalityInside Think Tank am 26./27. Juni 2023 in Berlin. Thema:

Next level: Measure. Benchmark. Drive.
Lifting sustainability from intention to traction.

Was ist der Think Tank? Das zeigt das Video des HITT 2022 einschliesslich Teilnehmer-Kommentaren.

Die Details? Programm, Speaker, Sponsoren, Preise und Registrierung?
Alles auf www.hitt.world 

 

 Wir danken den HITT-Sponsoren 2023:




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