Editorial

Editorial

Mini-Zimmer, Katara und Kunst
18.6.2015

Liebe Insider,
mit dem anhaltenden Zuzug in Städte wird der Raum dort immer knapper und teurer. Das gilt auch für Hotels. Vor zwei Wochen haben wir ihnen das Beispiel von dem Hybrid-Zimmer Zoku gezeigt, das Apartment- und Hotel-Features verschmilzt und damit – auf 24 qm – höchst smarte neue Raum-Lösungen bietet. Heute stellen wir Ihnen die nächste Steigerung vor: die 9 Quadratmeter-Zimmer von "Buddy". Die Idee kommt von einem Quereinsteiger: Johannes Eckelmann, auch Macher der erfolgreichen Cocoon Budget-Hotels. Uns zeigte er als erstem Medium die Buddy-Baustelle und das Musterzimmer. Das erste Hotel eröffnet in München, Expansion ist das Ziel. Investoren werden sich dafür garantiert finden lassen. Châpeau!
Im gleichen Beitrag beschreiben wir auch das "Hotelzimmer 2020" von Rilano Hotels. Mit seinem "Bad-Zylinder" und anderen Highlights zeigt diese junge, Hightech-affine Hotelgruppe, wie clever man auf 15-18 qm wohnen kann. Es scheint in der Branche doch noch ein paar Innovateure zu geben.
In diesem Zusammenhang möchte ich aus der Todesanzeige von Horst Brandstätter diese Woche zitieren: Der Playmobil-Erfinder, so stand dort zu lesen, hasste den Satz "Das war schon immer so." Seine Mitarbeiter versprechen ihm in der Todesanzeige, "dass er niemals den Satz von uns hören wird"! Das nenne ich Spirit über den Tod hinaus! Welch eine Aufforderung, alles immer zu hinterfragen und offen zu sein für Neues! Wenn ich da an das Jammern in unserer Branche denke…
Zurück zur Ausgabe: Es ist auch für mich immer noch etwas Besonderes, wenn stark begehrte Hotelgruppen wie Katara Hospitality aus Doha uns 60 Minuten Zeit für ein Interview einräumen. Es tut gut, mit CEO Hamad Al Mulla Gerüchte, die in den Medien unterwegs sind, direkt zu klären und persönlich über die Entwicklungen und Veränderungen informiert zu werden – z.B. über die neue Murwab Hotel Group oder weshalb er glaubt, dass sich das Peninsula Paris noch in seiner Leistung steigern darf.
Eher unbemerkt von der Öffentlichkeit engagieren sich viele Hotels heute in Kunst und Literatur. Nur wenige aber sind bereit, "Writers in Residence" zu fördern – also Malern oder Autoren zur Inspiration ein Zuhause auf Zeit zu gewähren und davon auch zu profitieren. Romana Kanzian hat Beispiele aus aller Welt gesammelt.
Die nächste Revolution gegen OTAs kommt diese Woche aus Frankreich: Dort will man die Raten-Parität per Gesetz verbieten! In Österreich gibt es zwei aufsehenerregende Insolvenzen: So wird das Spa-Resort For Friends nach nur einem Betriebsjahr geschlossen. In Deutschland positioniert sich Interstar mit ex-Hilton-Developer Wolfgang Gallas als neuer Master-Franchisee, in Österreich öffnet Hotelier Sepp Schellhorn trotz Anfeindungen sein Hotel für Flüchtlinge. Zudem gibt es heute hochkarätige Personalien und mehr… - Das vollständige Editorial.

Booking.com und AccorHotels, Giganten im Gespräch
11.6.2015

Liebe Insider,
der Zufall will es, dass wir genau in dem Moment ein Exklusiv-Interview mit Booking.com und Peter Verhoeven bekommen, in dem AccorHotels zum Grossangriff auf die OTAs bläst. Eine brisante Konstellation, war Verhoeven vor genau einem Jahr noch einer der Top-Manager bei AccorHotels, bevor er bei dem Amsterdamer IT-Riesen zum Managing Director EMEA avancierte. Er zog seinen Accor-Anzug aus und eine stonewashed Jeans an.
Relaxed ist aber nur sein Foto im typischen Startup-Kreativ-Look, Verhoevens Aussagen sind glasklar und knüppelhart. "Keiner ist gezwungen, mit uns zu arbeiten," sagt er. Oder: "All das kann nicht kostenlos sein". Sarah Douag, unsere Korrespondentin in Amsterdam, hat seine Aussagen in einem ausführlichen Bericht in den Kontext gestellt. Lesen Sie selbst, was der Mega-OTA Booking.com im Juni 2015 denkt und fühlt.
Verhoeven äussert sich natürlich auch zur neuen AccorHotels-Plattform, doch diesen absolut neuartigen Vorstoss im Online-Vertrieb kommentieren heute auch andere Hoteliers und Experten aus sieben europäischen Ländern. Die Reaktionen reichen vom rigorosen "Nein" bis zum vorsichtigen "Ja". Klar ist: Bietet AccorHotels keine Transparenz, Fairness und deutliche Benefits, verspielt die Kette ihre Glaubwürdigkeit – und Geschäft. Es geht um viel. CEO Sébastien Bazin spielt gerade Schach. Geht die Partie verloren, setzen seine Aktionäre ihn vielleicht auch schachmatt.
Der Zufall will es auch, dass unser Mitarbeiter Massimiliano Sarti den Accor-Chef Italien, Renzo Iorio, traf. Er berichtet über den Spagat zwischen Franchise und Asset Heavy in einem schwierigen Expansionsmarkt.

Zur Entspannung wechseln wir dann in das Luxus-Segment und seine Emotionen. Doch nicht jeder Hotel- oder Verkaufsmanager besitzt die Gabe, die Wünsche seiner Kunden zu antizipieren. Womit das zusammenhängt, erläutert allen Usern heute Andreas Müller, Unternehmenscoach und Geschäftsführer von Lobster Experience, die auch die anspruchsvolle Luxusfachmesse "Loop" in Frankfurt organisieren.
Der Luxusmarkt wächst jedenfalls deutlich, melden auch IPK und ITB. Der Ferienhaus-Tourismus ist dreimal so gross wie erwartet, besagen neueste Zahlen. Wien hat sich für den "Eurovision Song Contest" von viel zu hohen Erwartungen leiten lassen, ebenso wie Richard Vogel, dessen Stern als Partner der Deutschen Seereederei gerade wieder versinkt.
Der Hospitality-Stern an der Expo Real 2015 geht weiter auf... Für den Gemeinschaftsstand "World of Hospitality" haben sich aktuell 22 Unternehmen angemeldet. Der Frühbucher-Rabatt läuft in zwei Wochen aus! Oder profitieren Sie von unserem Netzwerk durch eine Beteiligung bei BRICKS&BRAINS oder im SPECIAL. Das Update auf Seite 1. – Das vollständige Editorial…

Accors Mutation & Träume vom Billig-Buchen
4.6.2015

Liebe Insider,
Accor sagt den OTAs jetzt den Kampf an: Europas grösste Hotelkette schafft ein Buchungsportal für alle. Sie will, dass unabhängige Hotels ihre Buchungen auch über AccorHotels.com laufen lassen… Das wirft aus der Privathotelier-Perspektive natürlich gleich die Frage auf: Sollte man die ungeliebten "Bookings" dieser Welt jetzt eintauschen gegen einen Kollegen aus der eigenen Branche? Oder ist der Kollege nicht doch eher Konkurrent?
Sarah Douag stellt die überraschende Mutation Accors in den Kontext. CEO Sébastien Bazin setzt auf jeden Fall seine Strategie der Neupositionierung beinhart um, Überraschungen inbegriffen.
Hilfe für Mittelständler eilt auch noch aus einer anderen Ecke herbei: Ein deutsches Startup sagt, es sei "die helfende Hand" für OTA-frustrierte Hoteliers. Auf indirekte Weise: DreamCheaper überprüft die Zimmer-Buchungen von Reisenden per automatisiertem Prozess und bucht das Zimmer neu, wenn es das gleiche Zimmer irgendwo sonst – egal in welchem Kanal – günstiger findet. Die Provision zahlt der Gast, der Hotelier zahlt nichts. Das klingt doch gut.
Zoku will ebenfalls die Branche revolutionieren – mit einem Zimmer-Hybrid zwischen Hotel und Serviced Apartment, mit "Zoku Lofts" von 25 qm! Hans Meyer, einer der citizenM-Macher, steckt hinter diesem absolut smarten und stylischen Raum-Konzept für den modernen Nomaden. Das erste Haus eröffnet bald in Amsterdam. Damit entsteht eine weitere Lösung für kleine Grundrisse in den bald übervölkerten und überteuerten Grossstädten.
In einer separaten Meldung weisen wir auf weitere kleine Neuheiten in der Apartment-Hotellerie hin, u.a. habe ich es endlich auch geschafft, mir Deutschlands erstes Adagio Access anzuschauen. Die Österreicher vermarkten jetzt "Nature reloaded", erstmals erscheint ein Tourismus-"Quarterly" in Österreich, die Mehrheitsaktionärin der Schweizer Victoria-Jungfrau Collection will jetzt alle Anteile, in Paris hat sich ein Gericht nun Expedia vorgeknöpft, und zur Jahresmitte dreht sich das Personalkarussel wieder deutlich schneller…
Und im Blick voraus möchten wir noch einmal auf die kleine, feine Konferenz "Spotlight Hotel Investment Poland" am 16. Juni 2015 im Westin Hotel Warschau hinweisen. Möchten Sie mehr über diesen vielversprechenden Markt wissen? Dann besuchen Sie diese Eintages-Konferenz! Details dazu auf unserer Seite 1. - Das vollständige Editorial...

Schneckentempo, Highspeed und Glatteis
28.5.2015

Liebe Insider,
unter den internationalen MICE-Destinationen steht Deutschland immer noch an erster Stelle, und das auch noch mit neuen Rekorden 2014. An der IMEX in Frankfurt gab es diese Woche die jüngsten Zahlen über die Stärken und Schwächen der Szene. Ein Minus: das Schneckentempo der Hoteliers in Sachen Online.
Nach Highspeed klingt zumindest die Entschlossenheit von Omer Kaddouri: Der CEO der arabischen Rotana Hotels setzt an zur Expansion nach Europa. Er will mit "Family & Friends" antreten. Was das heisst, hat er mir am ATM in Dubai verraten.
Mit etwas Abstand zu unserem Dubai-Ausflug Anfang Mai haben Susanne Stauss und ich heute nochmals mehrere Entwicklungen im Mittleren Osten zusammengefasst. Aus den Projekt-Superlativen kommt man nicht raus, aber sie machen wieder zunehmend skeptisch. Die Ketten sehen das offenbar weniger eng und machen, was die arabischen Investoren verlangen: sogar ihre Marken verwässern. Accor ist in dem Fall leider ein gutes Beispiel. Positiv: Länder wie Kroatien beobachten die Reisefreude der GCC-Gäste und dienen sich mit eigenen Ideen an.
Statt über Airbnb&Co zu schimpfen, hat ein Spanier genauer hingesehen: Dann hat Kike Sarasola zuerst eine Hotelgruppe gegründet und dann Private Apartment-Anbieter aufgekauft. Jetzt findet der Kunde beides in einer Stadt, und die Hotel-Rezeption wickelt das Apartment-Prozedere ab – und mehr. Sarasola ist übrigens ein Olympia-Springreiter, kein Hotelier. Was will uns das sagen?
Glücklichere Kunden werden loyale Kunden, hat der VDR zum Thema Geschäftsreise herausgefunden. Das gilt doch bestimmt auch für andere Bereiche? Booking.com muss es aber noch lernen: Der OTA war diese Woche gerade wieder dabei, deutsche Hoteliers in Sachen Paritätsklausel aufs Glatteis zu führen. Der Hotelverband spricht es deutlich aus… - Das vollständige Editorial…

Jammern und kritisieren
21.5.2015

Liebe Insider,
heute wird gejammert und kritisiert. Artikel 1: Die Hotellerie, die wir alle kennen, gibt es nicht mehr. Hoteliers ohne Online-Strategien werden sterben – an IT-Versagen. Branchen-Querdenker Marco Nussbaum spricht in einem exklusiven Gastbeitrag für uns klar aus, was ihn am ewigen Gejammer der Branche über OTAs & Co ärgert. Einfach nur lesenswert!
Artikel 2: Auch die Italiener haben es satt. Sie wollen nicht mehr länger Spielball von Steuerregelungen, OTAs und Sharing Economy sein. Jedoch: Kein Silberstreif zeichnet sich für sie am Horizont ab. Die Performance-Zahlen der Branche von Januar bis April sind mager. Massimiliano Sarti war bei der Jahrestagung des Branchenverbands Federalberghi mit dabei.
Artikel 3: Zu einem Kommentar hat mich der Beitrag über das neue "Zukunftshotel" in Wien verleitet; Kollege Fred Fettner beschreibt, was das deutsche Fraunhofer Institut diesem österreichischen 3 Sterne-Familienhotel per Forschungsarbeit an "Innovationen" einverleibt hat. Was da in sieben Jahren entwickelt wurde, ist längst überholt. So alt kann Zukunft aussehen. Und selbst wenn die Beteiligten den Online-Checkin mit direktem Einchecken im Zimmer lobpreisen, bleibt der Gesamteindruck enttäuschend.
Aus den Meldungen: In Italien haben Atahotels und UNA Hotels fusioniert und bilden damit nun eine der grössten Ketten im Land; in den CEE-Ländern freuen sich zumindest die grossen Städte über eine Erholung; in den US-Hotels hat man herausgefunden, das ein Zwei-Marken-Konzept in einem Komplex sehr unterschiedliche Resultate erzielen kann; wir stellen kurz die neue Investment-Gesellschaft Lapithus vor; ein Markt-Report über Amsterdam sagt, dass Hostels dort die Budget-Hotels herausfordern; eine Studie über die Kreuzfahrt-Schiffe stellt die bisherige Praxis im Umgang mit Emissionen in Frage. Letzte Anmerkung aus den News von gestern: Die EU hat den Kompromiss zur neuen Pauschalreise-Richtlinie gebilligt. – Das vollständige Editorial…

Der neue Kempinski-CEO, neue Trends & neue Gesetze
14.5.2015

Liebe Insider,
unabhängig von den übrigen Touristik-Events in Dubai letzte Woche konnte ich dort Alejandro Bernabé treffen, den neuen CEO von Kempinski Hotels, seit sieben Monaten im Amt. Es war sein erstes Interview seitdem. Der Nachfolger von Reto Wittwer verwendete häufiger Begriffe wie flexibler, dynamischer, qualitätsorientierter, kostenbewusster…Kurz: Die Luxushotel-Gruppe muss ihr Profil deutlich schärfen. Europäisch soll sie dabei bleiben, trotzdem ziehen der CEO und drei umsatz-treibende Abteilungen bald in ein neues Büro in Bangkok um. Verkaufsgerüchte um Kempinski dementiert er – und mehr.
In Dubai haben Susanne Stauss und ich globale und regionale Trends gesammelt – vorgetragen von einem südafrikanischen Politik-Analysten und dem Datenforschungsinstitut Euromonitor. Das ist einfach gut, um über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen und zu überlegen, inwieweit chinesische Reise-Massen oder verrückte Mobile-Millennials das eigene Geschäft tangieren. Und ob sich die USA jetzt wirklich zu einer Radfahr-Nation wandeln. Sicher ist nur eins: Die Märkte verändern sich sehr schnell, nicht nur regional, sondern auch global!
Umdenken müssen ab 2016 alle Unternehmen in Österreich. Dann wird, nach ewig-langer Übergangszeit, das Gesetz der Barriere-Freiheit final umgesetzt. Was ist dabei zumutbar? Während sich die Branche en gros mal wieder aufregt, finden einzelne Hoteliers/Hotelgruppen und behindertenfreundliche Online-Plattformen Lösungen und machen Mut.
Das InterContinental Davos verliert durch die jüngste Insolvenz seiner Pächterin Stilli Park eine beachtliche Geldsumme; in Amsterdam hat die deutsche Maritim-Gruppe ein Mega-Convention Hotel im Visier und dafür einen 50jährigen Pacht-Vertrag unterschrieben; der italienische Transaktionsmarkt belebt sich leicht und im bunten News-Mix finden Sie auch die Ergebnisse des 1. Quartals 2015 verschiedener Hotelgruppen. Und in der IT geht die Konsolidierung weiter: Sabre kauft das GDS Abacus, Priceline kauft Pricematch.
Bei uns im Büro fällt das Stichwort Expo Real immer häufiger; für den Gemeinschaftsstand "World of Hospitality" während der Immobilien-Messe im Oktober haben bereits 21 Unternehmen zugesagt. Damit wächst der Hospitality-Magnet erneut! Wer noch mitausstellen will oder sich als Sponsor profilieren möchte, hat noch ein wenig Zeit. Die Deadlines aber laufen. – Das vollständige Editorial…

Dubais Balance-Akt, OTA-Mächte und Menschliches
7.5.2015

Liebe Insider,
aus Dubai grüssen Sie heute gleich zwei aus dem hospitalityInside-Redaktionsteam, denn meine Kollegin Susanne ist in diesem Jahr mitgeflogen! Das Foto von uns, gestern aufgenommen im neuen Four Seasons am Jumeirah Beach, spielt auf das zurückgekehrte goldene Zeitalter an, in dem man sich in dieser Stadt wieder wähnt. Doch das System stösst im Alltag spürbar an seine Grenzen; Dubai droht sich selbst zu kannibalisieren. Das spürt man auch in der Hotellerie, wo die Hoteldichte noch immer steigt. Family Travel und Midscale sollen nun alles ausbalancieren. Ein erster Stimmungsbericht, ergänzt von vielen kleinen Meldungen heute im "News Mix Mittlerer Osten". Mehr in den nächsten Ausgaben, denn spannend bleibt es.
Sarah Douag hat sich noch einmal des EU-"Leaks" zum Thema OTAs angekommen, über das wir letzte Woche schon kurz berichtet haben. Die Fakten zeigen, wie die OTAs die Distribution in ganz Europa an sich gerissen haben. Ausserdem hat Sarah die neue Business-Seite von Booking.com analysiert.
Etwas menschlicher Fred Fettners Beitrag über "Soziale Hotels" – in Fortsetzung unserer Story über den Embrace Hotelverbund letzte Woche. Im Wiener Hotel MagDas betreuen Asylanten die Gäste. Offenbar drängt es mehr soziale und karitative Organisationen ins Hotel-Business.
Best Western erklärt, wie seine neue Länder-Struktur konkret aussieht. Eine italienische Studie hat die Sharing Economy während der Expo Mailand untersucht. Und die EU geht bei der Neuregelung der Pauschalreise-Richtlinie mit der Branche etwas sanfter um als befürchtet. Gute Lektüre!

Dokumenten-Leak: EU besorgt über "Datenkrieg"
30.4.2015

Brüssel. Diese Woche veröffentlichte die Österreichische Hoteliervereinigung ein Leak-Dokument, das die EU im Februar erstellt hatte und eigentlich nur für den internen Gebrauch bestimmt war. Der Bericht zeigt, welche grossen Sorgen sich die Kommissare in Brüssel über den "Big Data" machen.

Nicht zögern, handeln!
30.4.2015

Liebe Insider,
beim Thema "War for Talents" entstehen oft Peinlichkeiten – und in Talkrunden machen die Hotelgruppen keine gute Figur. Jeder noch so naive, selbstverliebte Millennial merkt, wie verkrustet deren Vorstellungen sind, dass sie partout keine höheren Gehälter zahlen wollen und die Karriere-Wünsche des Nachwuchses nicht ernst nehmen.
Umso befreiender und ermutigender die neue "Motel One University" in München. Ausgerechnet eine Budget-Kette investiert mächtig in ein einzigartiges, modulares Konzept, das jeden Mitarbeiter vom Basis-Training bis zum BA-Studium fördert. 3,5 Millionen Euro kostet das Motel One im Jahr. Die Mitarbeiter zahlen nichts. Motel One motiviert zur Loyalität. Das wird das "Human Capital" sichern.
"Als Gast willkommen, als Mensch erwünscht" lautet das Motto der sieben Jahre alten Kooperation Embrace. Ihre 42 Hotels und Gastronomiebetriebe beschäftigen Behinderte und führen sie an "ganz normale" Gäste heran. Sie alle leisten leise eine wertvolle soziale Arbeit. Präsident Martin Bünk erläutert.
Dem deutschen Tourismus wird es noch länger gut gehen, hat die DZT diese Woche anhand von Zahlen prophezeit. In der Welt der Distribution macht ein "Leak" Furore: Die EU-Kommission warnt angeblich vor TripAdvisor und Booking – das vollständige Papier lesen Sie bei uns; Hintergründe dazu nächste Woche.
Expedia, HRS, Starwood und bald auch Accor springen bereits auf die Apple Watch auf; Cornell-Professoren warnen allerdings davor, dem Reisenden Nutzloses zu bieten… Eine neue Studie zeigt zudem, wie künftige Traveller-Typen zwischen "Sharen" und ego-orientiertem Genuss aussehen werden. Die deutsche Einkaufsgesellschaft Progros agiert künftig im europäischen Radius, der deutsche Verband für Reise-Management sucht politischen Einfluss in Berlin.
Jüngste Nachricht von der Ketten-Front gestern: Angesichts sinkender Ergebnisse im 1. Quartal erwägt Starwood Hotels jetzt alles, um ihre Shareholder zu befriedigen: Vom Verkauf bis zur Akquise anderer Ketten ist alles möglich. Das und mehr im "News-Mix" heute.
Für alle auf unserer Seite 1: die Auswertung des hospitalityInside INVESTMENT BAROMETER vom Frühjahr 2015 - u.a. zum Thema Rendite-Erwartungen – sowie ein erster Bericht zum 4. World Tourism Forum in Luzern letzte Woche, dessen Inhalte nicht so ganz überzeugten, das sich aber jetzt gleichwohl auf den Weg nach Fernost macht. – Das vollständige Editorial…

Gespaltene Zungen, Demos und Slums
23.4.2015

Liebe Insider,
die EU-Länder arbeiten mal wieder mit zweierlei Mass: Der Aufreger dieser Woche steckt für mich in der unterschiedlichen Behandlung von Booking.com. Italien, Frankreich und Schweden erlauben, was in Deutschland verboten ist. Die Hotrec tagt seit gestern in Luxemburg und diskutiert. Die Hintergründe und Details.
Accor hat sich erneut Knowhow eingekauft, dieses Mal auf IT-Seite. Fastbooking sitzt praktischerweise auch in Paris. Stratege Sébastien Bazin gibt also weiter Gas auf dem Daten-Highway, wie er es von Anfang an angekündigt hat.
Richtig in Fahrt kommt jetzt Moxy. Investor Vastint darf künftig seine Fertigmodul-Hotels weiterbauen, dafür dürfen jetzt auch andere Investoren und Pächter mit Franchisegeber Marriott Moxys bauen – und zwar in konventioneller Bauweise. Damit muss Moxy nicht mehr auf City-Lagen verzichten. Die Türen dazu öffnete der deutsche Projekt-Entwickler GBI. Vorstand Nittka und andere Bau-Profis bescheinigen der Prefab-Methode übrigens keine Kostenvorteile.
In Wien demonstrierten die Hoteliers jüngst gegen die Mehrwertsteuer-Erhöhung, jetzt registrieren sie frustriert das gesetzlich verordnete Rauchverbot ab 2018. In München gingen die Hoteliers ebenfalls auf die Strasse – und protestierten gegen die bürokratische Arbeitszeiterfassung beim Mindestlohn, die seit Januar gilt.
TV-Talkshows bringen unterdessen stark das Thema Migranten ins Visier der breiten Öffentlichkeit. Wir haben Deutschlands grösstes Convention Hotel, das Estrel Berlin, Lindner, Maritim und Steigenberger gefragt, wie sie ausländische Azubis gewinnen und integrieren.
Was Armut bedeutet, kann sich ein Europäer kaum vorstellen. Da aber kann man Abhilfe schaffen: Der Slum-Tourismus boomt. Aber ist es richtig, auch noch aus der Not der Ärmsten Geld zu machen? Ein prekäres Thema.
Wenn Sie Mitte Juni noch Zeit haben, und Polen Ihr Zielmarkt ist, sollten Sie sich für die zweite Auflage der kleinen, feinen Investment-Konferenz "Spotlight Poland" interessieren. Da lassen sich noch neue Kontakte knüpfen! Mehr dazu auf unserer Seite 1. – Das vollständige Editorial…

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